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Es regnete Tag und Nacht und die Erde wurde schwarz ...

Eine junge Wissenschaftlerin entdeckt in einer uralten Maya-Pyramide eine längst vergessene Technologie. Doch als sie erkennt, dass die Ruine von Kreaturen bewacht wird, die der Menschheit keine Zukunft gönnen, ist es beinahe zu spät!

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Black Rain: Thriller

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Es regnete Tag und Nacht und die Erde wurde schwarz ...

Eine junge Wissenschaftlerin entdeckt in einer uralten Maya-Pyramide eine längst vergessene Technologie. Doch als sie erkennt, dass die Ruine von Kreaturen bewacht wird, die der Menschheit keine Zukunft gönnen, ist es beinahe zu spät!

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Product Details

  • ISBN-13: 9783641038496
  • Publisher: E-Books der Verlagsgruppe Random House GmbH
  • Publication date: 3/4/2010
  • Language: German
  • Sold by: Barnes & Noble
  • Format: eBook
  • File size: 825 KB

Read an Excerpt

Drohend ragte der dunkle Dschungel über ihnen auf. Seine dichten, ineinander verschlungenen Schichten breiteten sich wie Zirkuszelte um die Stämme mächtiger Bäume. Gesättigt vom Regen wuchs er undurchdringlich und unerbittlich, Heimat für Tausende verschiedener Spezies, von denen die meisten nie den Bereich seiner luftigen Höhen verließen. Das Leben fand dort oben statt, hoch im Blätterdach; der Boden war nur für die Schatten da, für das Kriechzeug und das, was gestorben war.
Jack Dixon ließ den Blick von der üppigen Welt über ihm auf den Erdboden unter seinen Füßen sinken. Er kauerte sich nieder und untersuchte die entdeckten Spuren. Die Abdrücke der schweren Stiefel waren leicht zu erkennen, aber sie unterschieden sich geringfügig von denen, die er zuvor gefunden hatte. Die hier gruben sich vorn an der Stiefelspitze tiefer in die Erde, und sie lagen weiter auseinander.
Die Zielpersonen rannten jetzt also. Aber warum?
Er blickte sich um und überlegte, ob er ihnen etwa zu dicht auf die Fersen gerückt und entdeckt worden war. Sein Gefühl sagte ihm, dass es nicht so war. Das verschlungene Unterholz versperrte größtenteils die Sicht, und wo man etwas sah, löste der dunstige Grauschleier alle Entfernungen auf, als würde nichts sonst existieren, keine Welt außerhalb des Blickfelds, nur endlose, mit Moos bewachsene Bäume und Ranken, die schlaff im Nebel hingen und an leere Galgenstricke erinnerten.
Und wenn man ihn entdeckt hätte, wäre er außerdem bereits tot.
Er winkte den Mann, der ihm in einigem Abstand folgte, zu sich heran und zeigte auf die Spuren. »Irgendwas hat sie erschreckt.«
Der zweite Mann, der McCrea hieß, studierte den Abdruck kurz. »Aber nicht wir«, vermutete er.
»Nein«, sagte Dixon und schüttelte den Kopf. »Nicht wir.«
McCrea sah sich nervös um, sein Auge zuckte leicht, aber die beiden Männer wechselten kein Wort mehr. Ihre Sturmgewehre im Anschlag schlichen sie noch langsamer weiter als zuvor.
Fünf Minuten später stießen sie auf das, was Dixon schon zu ahnen begonnen hatte: Vor ihnen lag ein weiteres Opfer, eine frische Beute; sie stank noch nicht, auch wenn die Vögel sie bereits gefunden hatten. Als er an den letzten Sträuchern und Ranken vorbeistrich, flog die Schar der Aasfresser kreischend auf und schwang sich flügelschlagend in die Sicherheit der Bäume.
Dies gab den Blick auf die Leiche eines Mannes frei, der den gleichen Dschungelkampfanzug wie er und McCrea trug. Der Mann lag mit dem Gesicht nach unten, der schlammige Boden um ihn herum war tiefrot, und ein merkwürdiger Geruch, stechend wie Ammoniak oder faulendes Gemüse, hing in der Luft. Sie sahen, dass er angegriffen worden war, aber von wem oder was - das blieb ihnen ein Rätsel.
Im Rücken des Mannes steckte der abgebrochene Rest eines Eingeborenenspeers, doch weitere, schrecklichere Wunden ließen auf einen anderen Feind schließen: Bissspuren und Stellen, wo ganze Stücke Fleisch herausgerissen waren, parallele Schnitte, die quer über die Brust verliefen, und am schlimmsten: Der rechte Arm und die Schulter des Mannes fehlten, sie waren ihm mit unvorstellbarer Gewalt aus dem Leib gerissen worden. Geblieben waren nur zerfetzte Sehnen und blutige Knochenstücke.
Dixon betrachtete den Schauplatz, beunruhigt, aber zuletzt auch mit einem rechthaberischen Gefühl. »Das hast du jetzt davon«, sprach er den Toten an, »dass du mich im Stich lassen wolltest.«
»Verdammt«, fluchte McCrea neben ihm, »was zum Teufel ...«
»Die Schweinehunde haben ihn fertiggemacht«, sagte Dixon. »Das spart uns die Mühe.«
Die Schweinehunde waren Eingeborene, die als Chollokwan bekannt waren, ein Stamm, der die Truppe zermürbte, seit sie auf der Westseite des Flusses waren. In einigen Scharmützeln vor Wochen hatten Dixon und seine Männer ein halbes Dutzend der angreifenden Eingeborenen niedergeschossen, und seither war Ruhe gewesen. Offenbar hatte die Wirkung nachgelassen.
»Durchsuch ihn«, befahl Dixon.
McCrea kniete sich neben den Toten und begann seine Taschen zu durchstöbern. Da er nichts fand, holte er ein kleines Gerät aus seiner eigenen Ausrüstung und schwenkte es über die Leiche und dann über den Rucksack des Mannes. Es begann langsam zu ticken, und als er sich der richtigen Stelle näherte, wurde daraus ein hektisches Klickern.
»Ich wusste, er hat sie«, sagte Dixon.
McCrea legte den Geigerzähler beiseite und öffnete den Rucksack des Toten. Doch ehe er etwas fand, drang ein schriller Schrei aus den Tiefen des Urwalds und hallte durch die Bäume.
McCrea blickte auf.
»Nur ein Vogel«, sagte Dixon.
»Es klingt wie ...«
Dixon sah ihn finster an. »Es ist weit entfernt«, knurrte er. »Jetzt hol diese verdammten Steine und wir machen, dass wir hier wegkommen.«
Unter dem Gewicht von Dixons Blick machte sich McCrea wieder an die Arbeit und klaubte bald einen schmutzigen Stofffetzen aus dem Durcheinander des Rucksacks. Er schlug ihn auf, und einige kleine Steine kamen zum Vorschein, geringfügig größer als Zuckerwürfel, aber zwölfseitig und matt metallisch glänzend. Neben ihnen lag ein zerkratzter, farbloser Kristall.
Dixon betrachtete die Steine, den Kristall und dann das gepeinigte Gesicht seines früheren Schutzbefohlenen. »Dieb«, murmelte er schließlich; eine letzte Anklage, ein Grabspruch an einen Verräter, der nie ein richtiges Grab sehen würde.
McCrea faltete das Bündel wieder zusammen, und Dixon nahm es an sich.
»Seine Papiere auch«, sagte Dixon.
Widerwillig hielt ihm McCrea Brieftasche und Pass des Mannes hin. Genau in dem Moment, in dem Dixon sie ihm aus der Hand nahm, ertönte der schrille Schrei wieder.
Ein zweiter Ruf antwortete diesmal, näher, lauter; ein klagender Laut, der für sich genommen schon wie eine Strafe wirkte, als würde er das Gehör umgehen und direkt ins Gehirn eindringen.
»Das ist verdammt noch mal kein Vogel«, sagte McCrea und stand auf.
Dixon erwiderte nichts, aber insgeheim gab er ihm recht. Sie hatten diesen Ruf schon gehört, damals beim Tempel, kurz bevor alles zum Teufel ging. Er war nicht glücklich darüber, ihn ein weiteres Mal zu hören.
Er steckte den Stofffetzen mit den Steinen darin in die Tasche und schloss den Griff fester um das Gewehr. Die Adern an seinen kräftigen Unterarmen traten hervor, und seine Augen huschten von einem Fleck zum anderen. Plötzlich bereitete ihm der Nebel Sorge, ebenso wie die Bäume, die die Sicht versperrten und ihm soeben selbst noch Deckung geboten hatten.

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