Warum ich nein zur Organspende gesagt habe: Fakten * Motive * Argumente [NOOK Book]

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Durch eine Organtransplantation den Nutzen eines Kranken zu mehren, ohne dem Organspender Schaden zuzufügen - dieses Kalkül geht nicht auf. Die Postmortalität der Organentnahme ist fraglicher denn je. Zudem sind die Anzeichen klar und deutlich, dass bei der Explantation dem Spender ein wirklicher Schaden zugefügt wird.Aus Achtung vor dem Leben des Menschen ist es nicht legitim, die Organe aus seinem Leib zu entnehmen, der zu jenem Zeitpunkt noch immer ein Sterbender und kein Leichnam ist.Das Buch bietet eine ...
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Warum ich nein zur Organspende gesagt habe: Fakten * Motive * Argumente

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Overview

Durch eine Organtransplantation den Nutzen eines Kranken zu mehren, ohne dem Organspender Schaden zuzufügen - dieses Kalkül geht nicht auf. Die Postmortalität der Organentnahme ist fraglicher denn je. Zudem sind die Anzeichen klar und deutlich, dass bei der Explantation dem Spender ein wirklicher Schaden zugefügt wird.Aus Achtung vor dem Leben des Menschen ist es nicht legitim, die Organe aus seinem Leib zu entnehmen, der zu jenem Zeitpunkt noch immer ein Sterbender und kein Leichnam ist.Das Buch bietet eine Hilfe zur eigenen Orientierung. Jeder muss sich nach der neuen Regelung (Entscheidungslösung) für oder gegen eine Organspende entscheiden. Der Autor bezieht klar Stellung zu einem „Nein“ und benennt die Argumente. Was ist Leben, was bedeutet Tod und wie läuft das Sterben ab? Das Buch nennt Fakten, warum das Hirntod-Konzept nicht tragfähig ist, und plädiert für ein Sterben ohne Übergriffe.
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Product Details

  • ISBN-13: 9783942013185
  • Publisher: Pneuma Verlag
  • Publication date: 2/26/2013
  • Language: German
  • Sold by: MVB Marketing
  • Format: eBook
  • Edition number: 1
  • Pages: 184
  • File size: 565 KB

Meet the Author

Dr. phil. Dr. theol. Thomas Schumacher führt ein Stiftungsinstitut in München. Vor die Entscheidung für oder gegen Organspende gestellt, zeichnet er die Gründe seiner eigenen Entscheidung nach und macht diese anderen Menschen zugänglich.
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Table of Contents

Kapitel 1: Was bedeutet Leben? 9einfaches zelluläres Leben 11komplexeres zelluläres Leben 16Leben in Form fortgeschrittener Organisationsgrade 20ineinander verschränkte Ebenen von Leben 24komplex integrierte Viel-Einheit 28was also bedeutet Leben? 30Lebensbegriff zwischen Biologie und Philosophie 33 Kapitel 2: Was bedeutet Tod? 41biologische Bedeutung 43Tod bezogen auf den Organismus als funktionell ganzen 46 Kapitel 3: Wie vollzieht sich Sterben? 49sukzessive Reduzierung der Stoffwechselvorgänge 49Sterben auf Zellebene 50Sterben eines menschlichen Organismus 53Sterben: vom lebensnah-alltäglichen Ereignis zum klinischen Faktum 58 Kapitel 4: Das Hirntod-Konzept 65Vorgeschichte: Vom natürlich-einheitlichen zum intensivmedizinisch-entkoppelten Sterbeprozess 65Etablierung des Konzepts vom sog. Hirntod 68Einführung des Hirntod-Konzepts als Todeskriterium 74Lesarten des Hirntods 79Kriterien für das Vorliegen des Hirntods 84 Kapitel 5: Auseinandersetzung um das Hirntod-Konzept 89fehleranfällige Hirntod-Diagnostik 92klinisch gestützte Argumente gegen Hirntod-Konzept 95Fazit: nur begrenzte Rolle des Gehirns bei der Erhaltung des Organismus als integrierte Funktionseinheit 102Konsequenzen aus der neu gewonnenen Evidenz 104 Kapitel 6: Anpassungen am Hirntod-Konzept von 2008 109 Kapitel 7: Tod als Voraussetzung für Organentnahme? 121 Interpretation über Leben und Tod 123 Diskussion um Grenzziehung zwischen Leben und Tod 129 Forderungen nach Lockerung der dead donor rule 136 Ethik der Organentnahme 143 Kapitel 8: Praxis der Organentnahme 149 die Prozedur der Organentnahme 153 Segen oder Fluch? 158 das zugrunde liegende Menschenbild 166 man darf nicht alles, was man zu können meint 171 Epilog: Ich sage «nein zur Organspende», weil 173 Anmerkungen 177
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First Chapter

Epilog: Ich sage «nein zur Organspende», weil es aus Achtung vor dem Leben eines Menschen nicht legitim ist, die Organe aus seinem Leib zu entnehmen, der zu jenem Zeitpunkt noch immer ein Sterbender und kein Leichnam ist. 1. Das de facto falsifizierte Hirntod-Konzept bietet keine tragfähige Basis, um den Tod zu bestimmen. Die Vorstellung von einem dissoziiert eintretenden Tod widerspricht den assoziierten Abläufen in der Kausalkette, die zum Erlöschen des Lebens führt (Todessequenz). Die Grenzen vom Leben zum Tod aber können nicht dissoziiert überschritten werden, weil der Mensch in der Gestalt eines verschränkten Organismus existiert, nicht dissoziiert als Summe von separierbaren Teilen aufgebaut ist, sondern organismisch integriert. Daher kann sich der Tod eines Menschen nicht beschränkt auf einen Teilbereich ereignen. Es kann keinen Stockwerkstod geben, demzufolge der Mensch als solcher bereits tot wäre, wenn nur seine proprietären Gehirnfunktionen erloschen sind. Dies würde einen Dualismus zwischen Gehirn und Restkörper bedeuten. Der Mensch aber ist nicht auf sein Gehirn zu reduzieren, sein Leben nicht mit dem Vorhandensein von Gehirnfunktionen gleichzusetzen. Die Eigenschaft «tot» bezeichnet keinen graduell verwirklichten Zustand, so dass ein Mensch irgendwann «tot genug» für eine Organentnahme sein könnte, bevor die Lebensvollzüge nicht vollends erloschen sind, und dieser Leib nicht mehr «sein Leib» ist. 2. Mag der betreffende Mensch auch kein cortexvermitteltes empirisches Ich mehr besitzen, so ist dennoch keineswegs davon auszugehen, dass man ihm keinen Schaden zufügen würde. Es ist unklar, welche Innenerfahrungen für den Organspender mit der künstlichen Dissoziierung seines Todesübergangs, mit der Prozedur der Organentnahme und insbesondere mit der Perfusion verbunden sind. Die mit Beginn der Explantations-OP und bei der Perfusion gezeigten physiologischen Reaktionen stellen Symptome dar, wie sie normalerweise bei heftigsten Schmerzreizen auftreten. Die Phänomene wie der sehr starke Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz sowie die Ausschüttung von Hormonen wie in extremen Stress-Situationen müssen als Indizien ernst genommen werden. Sowenig der Organismus in seiner integrativen Funktion gänzlich oder auch nur überwiegend vom Gehirn abhängt, sowenig erscheint es plausibel, den Leib des Organspenders als einen beeinträchtigungsunfähigen Leichnam ansehen zu können. Die erhaltene Funktionsfähigkeit des Zentralen Nervensystems sowie dezentraler Nervenzentren und der Organe legen eine andere Bewertung nahe. Die Reaktionen auf die Zufügungen lassen sich nicht auf die Ebene automatischer Reflexe reduzieren. Zufügung und Erleiden gelten mindestens in einem analogen Sinn. Wenn man also die wahrnehmbaren Phänomene ernst nimmt, stellen diese sehr wohl empirische Indizien dafür dar, die heftigen Reaktionen im Sinne zugefügten Schadens auszulegen. Die Evidenz dafür erscheint weitaus höher als für eine gegenteilige Annahme. Unklar bleibt ebenso, welche Bedeutung die zugefügte künstliche Dissoziierung des Todesübergangs, die Prozedur der Organentnahme und insbesondere die Perfusion für die Nahtoderfahrungen des Organspenders haben, deren physiologische Basis nicht abschließend geklärt ist. Keineswegs sind Nahtoderfahrungen auf den Zustand vorhandener Hirnfunktionen einzugrenzen. Vielmehr entziehen sich diese Erfahrungen, zumal im fortgeschrittenen Stadium, jeglichem empirischem Zugriff. Durch die Prozedur der Explantation, durch das Aufschneiden des Körpers und die übrigen präparativen Maßnahmen sowie insbesondere durch die Perfusion geschieht eine signifikante Zufügung (im negativsten Sinn) noch vor dem Zusammenbruch des Herz-Kreislauf-Systems und im Zustand weitgehender Funktionsfähigkeit des Zentralen Nervensystems, vieler dezentraler neuronaler Schaltstellen sowie funktionierender Organe. Es gibt also eine ernstzunehmende evidenzgestützte Basis für die Annahme, dass OP-Prozedur und Perfusion einen zugefügten Schaden für den Organspender bedeuten, dessen Ausmaß sogar erheblich sein kann. 3. Der Organismus eines Menschen stellt eine verschränkte, integrierte organische Einheit dar, welche von wesentlich anderer Qualität ist, als es im quantitativ-partitiven Modell Teil-Ganzes erfasst werden kann. Je höher die Integrationsebene, desto ausgeprägter ist das Maß der Verschränkung. Organe sind in einer derart umfassenden Weise mehr als nur äußerlich-funktional mit dem Organismus verschränkt, dass ihr Person-bezug prägend bleibt. Transplantierte Organe werden lebenslänglich durch den Empfängerorganismus als Fremdkörper abgestoßen. Körperfremde natürliche Organe sind in einem Empfängerorganismus nicht integrierbar, weil Empfängerorganismus und Organe zueinander inkompatibel sind. Ein Organ fremder Herkunft kann nicht wie ein mechanisches Ersatzteil in einen Zielorganismus eingesetzt werden, so dass dieses im Empfängerorganismus einfach seine Funktion ausüben könnte und dass es dabei von diesem Wirtsorganismus toleriert oder sogar integriert würde. Das Immunsystem richtet sich gegen das implantierte Organ und geht aktiv gegen dieses vor. Nur um den Preis der Unterdrückung des Immunsystems wird eine gewisse scheinbare Toleranz künstlich erzwungen. Die Immunreaktion unterstreicht auf anschauliche Weise, dass das Modell Teil-Ganzes nicht auf die Wirklichkeit eines lebendigen Organismus angewendet werden kann. Der Ansatz, in einen Organismus aus einem anderen Organismus entnommene Organe als neue Teile einzusetzen, läuft der Disposition des Organismus wesentlich zuwider. Insofern stellt dieser mechanistische Ansatz einen Reduktionismus dar, der dem Wesen des Menschen auch auf der anthropologischen Ebene widerspricht. Der Leib ist Ausdruck der Person, die in ihm zur Darstellung kommt. Die Persongebundenheit innerhalb des Leibes ist um so ausgeprägter, je höher die Integrationsebene im Organismus ist. Organe stellen derart höhere Integrationsebenen dar und sind gemäß der Ordnung der Natur an sich nicht übertragbar. 4. Das abwägende Kalkül, durch die Maßnahme einer Organtransplantation den Nutzen eines Kranken zu mehren, ohne dem Organspender Schaden zuzufügen, geht nicht auf. Weder ist der Spender tot, noch der Empfänger mit dem eingepflanzten Organ biologisch kompatibel. Der Vorgang einer vorgeblich postmortalen Transplantation läuft der Ordnung der Dinge zuwider. Dem Übel der Krankheit des Empfängers darf nicht durch eine Methode begegnet werden, die auf Spenderseite ein Übel einschließt. Vor die Entscheidung gestellt, für oder gegen die Organentnahme zu votieren, sei es den eigenen Leib betreffend oder jenen eines Angehörigen, an dessen Stelle man notgedrungen die Entscheidung treffen muss, kann es nur einen Weg geben. Die Verantwortung für das anvertraute eigene oder fremde Geschick ist zu groß ist, als den Leib unter den Bedingungen der Explantationsprozedur Ärzten zum Ausschlachten zu überlassen. In Verantwortung vor Gott, der Welt und den Menschen darf die Entscheidung der praktischen Vernunft nur lauten, «nein zur Organspende» zu sagen.
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Preface

Organtransplantationen sind infolge fortgeschrittener medizinischer Fertigkeiten innerhalb gewisser Grenzen technisch beherrschbar geworden und haben sich seit drei Jahrzehnten als Normalität in den Kliniken etabliert. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland bei 1.024 Spendern «postmortal» Organe zu Transplantationszecken entnommen. Bei jedem vierten aus der Gruppe jener Patienten mit einer Hirntod-Diagnose fand also eine Explantation statt. Dabei gibt es kaum einen anderen Bereich, der von einer ähnlich grundsätzlichen Kontroverse geprägt ist. In der Haltung zur Organentnahme scheiden sich die Geister.Auf der einen Seite werben Politiker, «Überzeugte» und Interessenträger, allen voran die DSO, gezielt für mehr Organe. Das Aufkommen an Spenderorganen soll durch Vergrößerung des Pools an Organspendern erhöht werden. Zu diesem Zweck wurde 2012 das Transplantationsgesetz ergänzt und die Ausweitung der Organspende als Zielsetzung zum Ausdruck gebracht: «Ziel des Gesetzes ist es, die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland zu fördern» (§1 Abs.1 TPG). Zu diesem Zweck wurde die «Entscheidungslösung» beschlossen, dass nunmehr alle Bürger durch die Krankenversicherungen regelmäßig zum Thema Organspende informiert und auf ihre Bereitschaft hin befragt werden, sich selbst zu Organspendern zu erklären.Das Argumentationsmuster folgt einem abwägenden Kalkül: Kann man per Organtransplantation einem Kranken einen möglichst hohen Nutzen vermitteln, ohne dabei demjenigen, dem die Organe entnommen werden, einen Schaden zuzufügen? Viele Menschen bejahen dies. Auf dem mutmaßlich hohen Nutzen beruht die hohe grundsätzliche Akzeptanz für Organtransplantationen in der Bevölkerung. Die Umfragen zeigen aber ebenso, dass die Menschen ihre Zustimmung davon abhängig machen, dass sie zum Zeitpunkt der Organentnahme definitiv tot sind, wie es das Gesetz vorschreibt. Dass dies der Fall ist, bezweifeln jene, die das Hirntod-Konzept für nicht tragfähig halten, um auf dieser Basis einen Menschen für tot erklären zu können und ihm anschließend die Organe zu entnehmen. Für diese kritische Position gibt es seit der Jahrtausendwende zudem eine neue, stark gestützte Evidenz mit empirischer Grundlage. Zudem hat die Beobachtung von überaus heftigen Stress-Symptomen beim Aufschneiden des Körpers und bei der Perfusion viele Ärzte nachdenklich gemacht: hochschießender Puls, massiver Anstieg des Blutdrucks, Ausschüttung von Stresshormonen, Bewegungen – Symptome wie sie bei heftigsten körperlichen Schmerzreaktionen auftreten. Wenn man die wahrnehmbaren Phänomene ernst nimmt, sind diese nicht auf die Ebene von automatischen «Reflexen» zu reduzieren, sondern stellen sehr wohl empirische Indizien dafür dar, die heftigen Reaktionen im Sinne zugefügten Schadens auszulegen. Mit der fraglicher denn je gewordenen «Postmortalität» der Organentnahme und den Indizien dafür, dass dem Spender bei der Explantation tatsächlich ein erlittener Schaden zugefügt wird, kippt die ethische Abwägung: Einem Patienten auf der Warteliste einen Nutzen stiften, ohne dem Organspender einen Schaden zuzufügen – dieses Kalkül geht offenbar nicht auf. Damit aber steht die ganze Praxis der Organentnahmen und Transplantationen in Frage, und die Kontroverse erhält eine massive Wucht. Der nachfolgende Text will die Fakten und Argumente zeigen, die für eine tragfähige Beurteilung in biologisch-medizinischer und philosophischer Hinsicht erforderlich sind. Die ersten drei Kapitel stellen Grundlagen dar, was Leben, Tod, und Sterben bedeuten. In diese Grundlegung ist die Entwicklungsgeschichte des Lebens ebenso einbezogen wie die unterschiedlichen Ebenen des Lebendigen, von der einfachen Zelle bis zum komplexen höheren Organismus, in dem diese unterschiedlichen Ebenen verschränkt existieren. Im Ausgang von der Fülle an diversen Lebensformen wird deutlich, was Leben ausmacht. Auf dieser Basis wird problematisiert, wo die Grenzen zwischen Leben und Tod verlaufen.Kapitel vier, fünf und sechs nehmen das Hirntod-Konzept in den Blick, zeigen die Hintergründe seiner Entstehung, seine Etablierung im Bereich der Medizin und der Rechtsordnung als Todeskriterium, die Auseinandersetzung um seine Tragfähigkeit und seine empirische Widerlegung, die Konsequenzen aus dieser neu erstarkten Evidenz und den verzweifelten Versuch von 2008 aus USA, das Hirntod-Kriterium zur Legitimation für die üblich gewordene Praxis der Organentnahme zu bewahren.Vor dem Hintergrund des fraglicher denn je gewordenen Hirntod-Kriteriums und der geringen Zuverlässigkeit der konventionellen Tests zur Hirntod-Diagnose zeigt Kapitel 7 aktuelle Bestrebungen, den eingetretenen Tod als notwendige Bedingung für die Organentnahme fallen zu lassen, reflektiert die Todesauffassungen an der Schnittstelle von Biologie, Medizin und Philosophie und problematisiert die Grenzziehungen zwischen Leben und Tod. Kapitel 8 beschreibt die heutige Praxis der Organentnahme, Mengengerüste und den Ablauf der Entnahme-Prozedur. Daran anschließend macht die Bewertung «Segen oder Fluch?» Vorbehalte, Einschränkungen und Kritik deutlich: Empfängerseitig unterstreicht die lebenslange Abstoßungsreaktion durch das Immunsystem die unaufhebbare Inkompatibilität zwischen einem transplantiertem Organ und dem Wirtsorganismus. Spenderseitig zielt die Kritik auf das Problem des bei der Organentnahme noch nicht hinreichend eingetretenen Todes, auf die Aporie eines dissoziierten Todesverständnisses und auf die ernstzunehmenden Anzeichen, dass der Spender bei der Organentnahme einen zugefügten Schaden erleidet. Implikationen auf der Ebene des Menschenbildes runden die Darstellung ab. Am Ende des Buches steht als zusammenfassendes Fazit ein klares «nein zur Organspende» in Form einer begründeten und hoffentlich überzeugenden Position, dass es aus Achtung vor dem Leben eines Menschen nicht legitim ist, die Organe aus seinem Leib zu entnehmen, der zu jenem Zeitpunkt noch immer ein Sterbender und kein Leichnam ist.
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