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Wie unser Gehirn die Welt erschafft

Overview

Ist die Welt real – oder lediglich ein Konstrukt unseres Gehirns? Und wer ist eigentlich ”Ich“?

In Ihrem Kopf gibt es eine erstaunliche Vorrichtung, die Ihnen jede Menge Arbeit erspart – und die darin effizienter ist als die modernsten High-Tech-Computer: Ihr Gehirn. Tag für Tag befreit es Sie von Routineaufgaben wie der bewussten Wahrnehmung der Objekte und Geschehnisse um Sie herum sowie der Orientierung und Bewegung in der Welt, so dass Sie sich auf die wirklich wichtigen ...

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Paperback (2010. Taschenbuch 2014)
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Ist die Welt real – oder lediglich ein Konstrukt unseres Gehirns? Und wer ist eigentlich ”Ich“?

In Ihrem Kopf gibt es eine erstaunliche Vorrichtung, die Ihnen jede Menge Arbeit erspart – und die darin effizienter ist als die modernsten High-Tech-Computer: Ihr Gehirn. Tag für Tag befreit es Sie von Routineaufgaben wie der bewussten Wahrnehmung der Objekte und Geschehnisse um Sie herum sowie der Orientierung und Bewegung in der Welt, so dass Sie sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren können: Freundschaften zu schließen, Beziehungen zu pflegen und Ideen auszutauschen.

Wie sehr all das, was wir wahrnehmen, ein von unserem Gehirn geschaffenes Modell der Welt ist, wird uns kaum je bewusst. Doch noch überraschender – und vielleicht beunruhigender – ist die Schlussfolgerung, dass auch das ”Ich“, das sich in die soziale Welt einfügt, ein Konstrukt unseres Gehirns ist. Indem das Gehirn es uns ermöglicht, eigene Vorstellungen mit anderen Menschen zu teilen, vermögen wir gemeinsam Größeres zu schaffen, als es einer von uns alleine könnte. Wie unser Gehirn dieses Kunststück vollbringt, beschreibt dieses Buch.

Der britische Kognitionsforscher Chris Frith beschäftigt sich mit dem vielleicht größten Rätsel überhaupt, nämlich dem Entstehen und den Eigenschaften unserer Erlebniswelt – der einzigen Welt, die uns direkt zugänglich ist. Er behandelt dieses schwierige Thema in einer souveränen, sympathischen und sehr verständlichen Weise, immer nahe an den psychologischen und neurobiologischen Forschungsergebnissen, von denen einige bedeutende aus seinem Labor stammen. Er verzichtet dabei bewusst auf jeden bombastischen philosophischen Aufwand. Das macht das Buch unbedingt lesenswert. Gerhard Roth

Frith gelingt das Kunststück, die enorme Bandbreite der kognitiven Neurowissenschaften nicht nur anhand vieler konkreter Beispiele darzustellen, sondern auch die Bedeutung ihrer Ergebnisse auszuloten … eine Aufforderung, dem Augenschein zu misstrauen. Es gibt wenige Bücher, die diesen Appell ähnlich anschaulich und fundiert mit Leben füllen, gewürzt mit einer guten Portion Humor. Gehirn und Geist

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Editorial Reviews

From the Publisher
Was wir über unser Gehirn wissen, beruht auf handfesten Experimenten. Chris Frith, ein international renommierter Neurowissenschaftler, erklärt in seinem Buch prägnant die wichtigsten Ergebnisse der Hirnforschung der letzten 200 Jahre und zeigt, wie sie das Bild vom Menschen verändert haben.
Bild der Wissenschaft Die Frage, wie unser Gehirn die Welt erschaffen können sollte, lässt hohe Erwartungen aufkommen, die bei der Lektüre nicht enttäuscht werden. Denn tatsächlich wird die gesamte Bandbreite unserer kognitiven Leistungen oder unserer epistemischen Verfassung vorgestellt. Die Leser werden nicht nur in die moderne Naturwissenschaft des Geistes eingeführt, sondern sie erfahren auch, "wie das Gehirn das alles macht". (...) Damit geht das Buch weit über eine übliche Standardeinführung zu Aufbau und Funktion des Gehirns hinaus. Vielmehr berührt es die wichtigsten und zentralen Fragen der aktuellen Forschungsdebatten, die zugleich inhaltsreich und amüsant dargestellt werden.
BIOspektrum Grosses Kino - Vom Illusionstheater in unseren Köpfen - Die leise Selbstironie, die dieses Buch von der ersten Seite an durchzieht, hebt es wohltuend von vielen anderen Werken ab. Frith hat gut lachen, denn sein großer Vorzug besteht genau darin: Er hat experimentell ergründet, wie das Gehirn die Welt erschafft, und zwar mehr als drei Jahrzehnte lang auf so verschiedenen Gebieten wie der funktionellen Architektur des Gehirns. (..) Frith gelingt das Kunststück, die enorme Bandbreite der kognitiven Neurowissenschaften nicht nur anhand vieler konkreter Beispiele darzustellen, sondern auch die Bedeutung ihrer Ergebnisse auszuloten. Was verraten uns all die Pfiffigen Laborversuche und verblüffenden Effekte über uns selbst? Das fasst Frith präzise und laienverständlich zusammen, ohne sich (wie manche Forscher) in Details und Spitzfindigkeiten zu verlieren oder (wie viele Journalisten) Binsenweisheiten oder vermeintliche Sensationen zu präsentieren. (..) So geht es Frith letztlich gar nicht darum, zu erklären, was Bewusstsein ist, sondern, was diesem alles entgeht und warum das so sein muss. Dies ist kein Abgesang auf unseren vermeintlich naiven Drang nach Selbstgewissheit, wohl aber eine Aufforderung, dem Augenschein zu misstrauen. Es gibt wenige Bücher, die diesen Appell ähnlich anschaulich und fundiert mit Leben füllen, gewürzt mit einer guten Portion Humor.
Gehirn und Geist In seinem beeindruckend klaren Buch ”Wie unser Gehirn die Welt erschafft“ bringt Frith es auf eine einfache Formel: Was wir wahrnehmen, ist ein Fantasiebild, das sich mit der Realität deckt.
Potsdamer Neuste Nachrichten, Mai 2010
Es lohnt sich, sich auf die Gedankenspiele des Professors aus England einzulassen. Denn er bietet nicht nur interessante Fakten über das Gehirn, sondern verleitet die lesenden Gehirne immer wieder zum Nachdenken über sich selbst und die eigene Wahrnehmung.
Deutschlandradio
"Er ist für sein extrem klares Denken bekannt", schreibt der Neurologe und Erfolgsautor Oliver Sacks über Chris Frith. Und tatsächlich gelingt es Frith, diese Klarheit im Denken in eine einfache, auch für Laien verständliche Sprache zu packen. Es lohnt sich, sich auf die Gedankenspiele des Professors aus England einzulassen. Denn er bietet nicht nur interessante Fakten über das Gehirn, sondern verleitet die lesenden Gehirne immer wieder zum Nachdenken über sich selbst und die eigene Wahrnehmung.
Deutschlandradio Kultur Eine sehr gelungene, wenn auch schon etwas anspruchsvollere Einführung in die Struktur des Gehirns auf dem neusten Stand der Forschung bietet ein Buch des britischen Hirnforschers Chris Frith (...).
Stern Der britische Kognitionsforscher Chris Frith beschäftigt sich mit dem vielleicht größten Rätsel überhaupt, nämlich dem Entstehen und den Eigenschaften unserer Erlebniswelt - der einzigen Welt, die uns direkt zugänglich ist. Er behandelt dieses schwierige Thema in einer souveränen, sympathischen und sehr verständlichen Weise, immer nahe an den psychologischen und neurobiologischen Forschungsergebnissen, von denen einige bedeutende aus seinem Labor stammen. Er verzichtet dabei bewusst auf jeden bombastischen philosophischen Aufwand. Das macht das Buch unbedingt lesenswert.
Gerhard Roth, Direktor des Instituts für Hirnforschung an der Universität Bremen Neurowissenschaften und Psychologie tun sich oft schwer, die wirklich interessanten Fragen zum Thema Geist zu beantworten, aber in diesem faszinierenden Buch zeigt Chris Frith, dass die Wissenschaft heute endlich beginnen kann zu erläutern, wie und warum wir die Welt so erfahren, wie wir es tun. Wer an der Natur des Menschen interessiert ist - nicht nur an den Grundlagen der neuronalen Verschaltungen -, wird von seiner Darstellung begeistert sein. Frith vertieft sich in Themen wie Wahnvorstellungen, Illusionen, Vorstellungskraft und Nachahmung, und stets schreibt er verständlich und erhellend, ob es um die einfachsten Beobachtungen oder die komplexesten Experimente geht.
New Scientist Ein interessantes Buch für alle, die besser verstehen wollen, wie im Gehirn unsere geistigen Erfahrungen entstehen ... So wie es Frith selbst in einer Art Rahmenhandlung exerziert, werden Sie sich schon auf der nächsten Party über diese Ideen plaudern hören, oder sie nutzen die Erkenntnisse für ernsthafte Überlegungen zum Gehirn oder als Wissensfundus für die Hausarbeit im nächsten Semester. Eine anregendes neues Buch von einem hervorragenden Wissenschaftler, der weiß, wovon er redet.
Metapsychology Online Reviews Frith gelingt eine spannende Darstellung der subtilen Verbindungen zwischen Geist und Gehirn, in die er gelegentlich humorvolle Dialoge zwischen sich selbst als Erzähler und anderen einflicht, die man als Zweifler oder Ungläubige bezeichnen könnte.
Psychologist Hebt sich von vielem ab, was in letzter Zeit geschrieben wurde ... Für diejenigen, die nur Zeit für ein einziges Buch haben, sollte es dieses sein. Unentbehrlich.
Choice Reviews Leicht verständlich und spannend bringt [der Autor] dem Leser die Funktionsweise des Gehirns im Austausch mit der Umwelt nahe. Sein Buch ist lesenswert für jeden, der wissenschaftlich fundiert über das Gehirn lernen will.
Pädiatrie hautnah, Oktober 2011
Dieses Buch liefert eine klare Beschreibung der aktuellen neurowissenschaftlichen Sicht des Verhältnisses zwischen Gehirn und Geist.
Brain Science Podcast
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Product Details

  • ISBN-13: 9783642410383
  • Publisher: Springer Berlin Heidelberg
  • Publication date: 12/31/2013
  • Language: German
  • Edition description: 2010. Taschenbuch 2014
  • Pages: 301
  • Product dimensions: 5.03 (w) x 7.55 (h) x 0.54 (d)

Meet the Author

Chris Frith ist Professor emeritus für Neuropsychologie am Wellcome Trust Centre for Neuroimaging am University College London und Niels-Bohr-Gastprofessor am Interacting Minds Centre der Universität Aarhus. Zu seinen Büchern zählen Schizophrenia: A Very Short Introduction (mit Eve C. Johnstone) und The Neuroscience of Social Interaction (herausgegeben mit Daniel Wolpert). Er hat Psychologie, Mathematik und Physik am Christ’s College in Cambridge sowie am University College in London studiert und nach seiner Promotion an verschiedenen neuropsychiatrischen Forschungsinstituten gearbeitet, ehe er 1994 seine heutige Position annahm. Frith ist Fellow der Royal Society, der British Academy und der American Association for the Advancement of Science. Ende 2009 wurde ihm gemeinsam mit seiner Frau Uta Frith der angesehene und mit 100.000 Schweizer Franken dotierte European Latsis Prize der European Science Foundation zuerkannt.

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Table of Contents

Einleitung: Richtige Naturwissenschaftler befassen sich nicht mit dem Geist

Die Angst des Psychologen vor der Party
• Harte und weiche Naturwissenschaften
• Harte Naturwissenschaften – objektiv; weiche Naturwissenschaften – subjektiv
• Kann die Big Science die weiche Wissenschaft retten?
• Messung mentaler Aktivität
• Wie kann das Mentale aus dem Physischen erwachsen?
• Ich kann Ihre Gedanken lesen
• Wie das Gehirn die Welt erschafft

Teil I Die Illusionen des Gehirns durchschauen

Kapitel 1: Die Hinweise eines geschädigten Gehirns

Die physische Welt wahrnehmen
• Geist und Gehirn
• Wenn das Gehirn nicht Bescheid weiß
• Wenn das Gehirn Bescheid weiß, es aber nicht sagt
• Wenn das Gehirn lügt
• Wie Gehirnaktivität zu falschem Wissen führt* Wie man das Gehirn zum Lügen bringt
• Die Echtheit unserer Erfahrungen prüfen
• Woher wissen wir, was real ist?

Kapitel 2: Was uns ein normales Gehirn über die Welt erzählt

Die Illusion einer bewussten Wahrnehmung* Unser verschwiegenes Gehirn
• Unser verzerrendes Gehirn
• Unser schöpferisches Gehirn

Kapitel 3: Was das Gehirn uns über den Körper erzählen kann

Privilegierter Zugang?
• Wo ist die Grenze?
• Wir wissen nicht, was wir gerade tun
• Wer hat die Kontrolle?
• Mein Gehirn kann problemlos ohne mich auskommen
• Phantome im Gehirn
• Mit mir ist alles in bester Ordnung
• Wer handelt?
• Wo bleibt das ”Ich"?

Teil II Wie das Gehirn das alles macht

Kapitel 4: Durch Vorhersagen vorankommen

Belohnung und Bestrafung
• Wie uns das Gehirn in die Welt einbettet und uns dann verbirgt
• Das Gefühl, die Dinge unter Kontrolle zu haben
• Wenn das System versagt
• Der unsichtbare Akteur im Zentrum der Welt

Kapitel 5 : Unsere Wahrnehmung der Welt ist eine Fantasie, die mit der Realität in Einklang steht

Unser Gehirn schafft eine mühelose Wahrnehmung der physischen Welt
• Die Informationsrevolution
• Was können clevere Maschinen wirklich?
• Ein Problem mit der Informationstheorie
• Reverend Thomas Bayes
• Der ideale Bayes’sche Beobachter
• Wie ein Bayes’sches Gehirn Modelle der Welt herstellen kann
• Ist da ein Nashorn im Zimmer?
• Woher kommt das Vorwissen?
• Wie uns Handlungen etwas über die Welt sagen
• Ich nehme nicht die Welt wahr, sondern das Weltmodell meines Gehirns
• Farbe steckt im Gehirn, nicht in der Welt
• Was wir wahrnehmen, ist ein Fantasiebild, das sich mit der Realität deckt
• Wir sind nicht die Sklaven unserer Sinne
• Woher wissen wir also, was real ist?
• Sich etwas vorzustellen, ist außerordentlich langweilig

Kapitel 6: Wie das Gehirn den Geist modelliert

Biologische Bewegung: Wie sich Lebewesen bewegen
• Wie Bewegungen Absichten verraten können* Imitation: die Ziele anderer erkennen
• Menschen und Roboter
• Empathie
• Die Erfahrung von Urheberschaft
• Das Problem mit dem privilegierten Zugang
• Illusion einer Urheberschaft
• Andere Akteure halluzinieren

Teil III Kultur und Gehirn

Kapitel 7: Die Gedankenwelt anderer teilen – wie das Gehirn Kultur schafft

Die Problematik des Übersetzens
• Bedeutungen und Ziele
• Die Lösung des inversen Problems
• Vorwissen und Vorurteil
• Was wird er wohl als Nächstes tun?

Andere Menschen sind ansteckend
• Kommunikation ist mehr als nur Sprechen
• Unterweisen ist mehr als eine Demonstration, die imitiert werden soll
• Die Schleife schließen
• Fork Handles: Die beiden Ronnies schließen (letztendlich) die Schleife
• Die Schleife vollständig schließen
• Wissen ist (mit-)teilbar
• Wissen ist Macht
• Die Wahrheit

Nachwort: Ich und mein Gehirn

Chris Frith und ich
• Auf der Suche nach dem Willen im Gehirn
• Wo ist oben in der Top-down-Kontrolle?
• Der Homunculus
• In diesem Buch geht es nicht um Bewusstsein
• Warum sind Leute nett (solange sie fair behandelt werden)?
• Selbst eine Illusion hat Verantwortlichkeiten

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