Das neue Lotte Bormuth Lesebuch

Das neue Lotte Bormuth Lesebuch

by Lotte Bormuth

NOOK Book1., Auflage (eBook - 1., Auflage)

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Overview

Das neue Lotte Bormuth Lesebuch by Lotte Bormuth

'Gott ist verschwenderisch in seiner Liebe und Güte. Ich muss nur ein geübtes Auge und ein aufnahmebereites Herz haben, seine Wunder zu fassen', so beschreibt Lotte Bormuth Gottes Wirken in ihrem Leben. Dankbar schaut sie auf 80 Jahre ihres Lebens zurück, in denen sie die Nähe Gottes gespürt hat. Mit ihm ist sie durch manch tiefes Tal gegangen und über Höhen geklettert. In diesem Lesebuch erzählt sie von beeindruckenden Wundern, aber auch von großen und kleinen Missgeschicken im Alltag ihrer kinderreichen Familie, von Anfechtungen und Pannen als Vortragsreisende und von ergreifenden Schicksalsgeschichten, die ihr Menschen anvertrauten. Wer die Erlebnisse von Lotte Bormuth liest und sich von ihrer Freude über Gott anstecken lässt, der kann vielleicht trotz schwerer Erlebnisse mit der Autorin sagen: 'Gott ist verschwenderisch in seiner Liebe und Güte.'Ein Sammelband mit den bewegendsten Lotte-Bormuth-Geschichten.

Product Details

ISBN-13: 9783868278019
Publisher: Francke-Buchhandlung
Publication date: 01/01/2016
Sold by: CIANDO
Format: NOOK Book
File size: 338 KB

About the Author

Lotte Bormuth ist eine der erfolgreichsten Autorinnen Deutschlands. In bald 100 Titeln hat sie mit Lebensbildern und eigenen Erlebnissen vielen Menschen Trost, Freude und Glaubensmut vermittelt. 1945 als Flüchtlingskind nach Deutschland gekommen, engagiert sie sich heute für syrische Flüchtlinge in ihrem Umfeld.

Read an Excerpt

Wozu Hebräisch gut sein kannAus diesem Erleben folgte für mich, dass ich fortan im Dienst für Gott stehen wollte. Nach dem Abitur studierte ich Theologie.Für mich war klar, dass ich nicht heiraten würde. All die Prädikate, die meine Freundinnen für sich in Anspruch nehmen konnten, waren mir versagt. Ich war nicht schön. Manchmal kam ich mir vor wie ein hässliches Entlein. Mein Gesicht war über und über mit roten Pickeln besät, mein Kopf schien viel zu schwer für meinen zarten Körperbau zu sein, und in stillen Stunden litt ich darunter. Nie würde ein junger Mann einen Blick auf mich werfen, also stürzte ich mich auf mein Studium und lernte zunächst Hebräisch und Griechisch.Ich hatte die Sache der Ehe an Gott abgegeben und war trotz schweren Herzens mit seiner Führung einverstanden, ganz gleich, wie meine Zukunft aussehen würde. Zu dieser Entscheidung bewog mich auch das Wort: &quo;Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen“ (2. Korinther 6,11). Die gläubigen jungen Männer waren in den 50er bis 60er Jahren sehr rar in unseren Jugendbünden. Und da die Schönen im Vorteil waren, rechnete ich mir keine Chance einer Heirat aus.Ich erinnere mich noch, als wäre es heute gewesen. Es war ein schöner, sonniger Tag im Mai. Vor der Universität stand eine große alte Linde, um ihren Stamm war eine runde Bank gebaut. Auf ihr hatte ich es mir bequem gemacht und versuchte, einige Verse aus dem Buch Josua vom Hebräischen ins Deutsche zu übersetzen. Es war eine mühevolle Plackerei. Die Sätze wollten sich einfach nicht aneinanderreihen lassen.Neben mir saß ein junger Mann, den ich schon einmal im Studentenbibelkreis kennengelernt hatte. Er schien mich beobachtet zu haben, denn plötzlich sprach er mich an: &quo;Na, haben Sie Schwierigkeiten mit dem hebräischen Text? Kann ich Ihnen vielleicht helfen?“Für diesen jungen Mann aus einem höheren Semester war das Kapitel aus Josua keine Schwierigkeit. Er übersetzte mir die Verse fließend herunter und fügte noch hinzu: &quo;Sollten Sie wieder einmal mit einem Abschnitt nicht zu Rande kommen, ich helfe Ihnen gerne.“Dieses Angebot nahm ich natürlich mit Freuden an. So traf ich mich regelmäßig mit diesem jungen Theologen in den Räumen der Studentenmission und übersetzte mit ihm Hebräisch. Ich wurde regelrecht in Hebräisch getrimmt, jeden Tag war ein anderes Kapitel an der Reihe. Mir war das nur recht, denn ich wollte in einem Semester die Prüfung ablegen.Am 25. Juli war der Termin für die schriftliche Arbeit. Am Tag davor sollte noch einmal das Wichtigste wiederholt werden. Aber daraus wurde nichts. Ich saß dem Theologiestudenten gegenüber und fiel wie aus allen Wolken, als er zaghaft die Frage über die Lippen brachte: &quo;Ich habe den Eindruck, Fräulein Hannemann, Gott hat uns beide zusammengeführt. Wollen Sie nicht meine Frau werden?“In unseren Ehering ließen wir später das Datum &quo;24.7.1955“ eingravieren und das Wort, das wir uns von Gott für unseren Lebensweg erbeten hatten: &quo;Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens nicht hinfallen“ (Jesaja 54,10).Auch in Bezug auf meine Ehe erlebte ich Gottes machtvolle Führung. Er wusste, mein Mann und ich sind ein ungleiches Paar, aber doch eine wunderbare Ergänzung. Die Liebe Jesu Christi ist das Band, das uns miteinander verbindet.Dass ich am nächsten Tag, ganz zum Erstaunen der anderen Examenskandidaten, fröhlich und unbekümmert zur Prüfung erschien, brauche ich sicher nicht zu erwähnen. Ich wusste ja, falls ich durch das Examen fallen würde, ist es nicht so schlimm, ich heiratete sowieso. Aber ich habe es dann doch noch ganz gut geschafft.Nach fünf Semestern verließ ich die Universität, heiratete und wurde Hausfrau.

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