Die Reduzierbarkeit von Soziologie auf Psychologie: Eine These, ihr Test und ihre theoretische Bedeutung

Die Reduzierbarkeit von Soziologie auf Psychologie: Eine These, ihr Test und ihre theoretische Bedeutung

by Hans J. Hummell

Paperback(1971)

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Overview

Zur Problematik der Abgrenzung und der Reduktion Der Versuch, Theorien eines bestimmten Bereichs auf solche eines anderen Bereichs zu reduzieren, hat im allgemeinen mit Widerständen zu rechnen, die mit der Institutionalisierung wissenschaftlicher Disziplinen und ihren Wirkungen auf das Ver­ halten ihrer Vertreter zusammenhängen. In der modemen Ethologie sind Verhaltens­ weisen dieser Art unter der Bezeichnung "Revierverhalten" bekannt. Sie scheinen zu einer Klasse phylogenetisch fest verankerter und relativ weit verbreiteter Reaktionen zu gehören, die sich auch in den Regionen noch bemerkbar machen, in denen nach übli­ cher Auffassung die "reine Vernunft" allein regiert oder doch regieren sollte. Immerhin scheinen auch hier zumindest teilweise Faktoren wirksam zu sein, die der Sphäre des Erwerbbaren zuzurechnen sind, dem Bereich also, der durch Lernen gestaltbar ist. Es handelt sich vor allem darum, daß man in den Traditionen einer relativ wohlabgegrenz­ ten und unter Umständen schwer beherrschbaren Disziplin erzogen wurde, in der ganz bestimmte Problemlösungen und Denkstile dominieren, die man sich angewöhnt hat, als für den betreffenden Objektbereich adäquat zu betrachten, so daß jeder Versuch, mit den Ideen und Methoden einer anderen Disziplin in diesen Bereich einzubrechen, im allgemeinen von vornherein als unangemessen oder gar anmaßend beurteilt und dem­ entsprechend zurückgewiesen wird.

Product Details

ISBN-13: 9783663019619
Publisher: Vieweg+Teubner Verlag
Publication date: 11/26/2012
Series: Wissenschaftstheorie, Wissenschaft und Philosophie , #7
Edition description: 1971
Pages: 104
Product dimensions: 6.10(w) x 9.25(h) x 0.01(d)

Table of Contents

I. Die Problematik einer eigenständigen Soziologie.- II. Die Reduktionismusthese und die Methode ihrer Prüfung.- III. Die Logik der Reduktion.- 1. Die verschiedenen Begriffe der Reduktion.- 2. Die Logik der vollständigen Reduktion.- 20. Die logische Beziehung zwischen soziologischen und psychologischen Theorien.- 21. Die Koordinationsregeln.- 3. Die Logik der partiellen Reduktion.- 4. Probleme bei der Definition soziologischer durch psychologische Begriffe.- 5. Die Kompositionsregeln: Der Fall der explanatorischen Emergenz.- 50. Die Merkmale von Kompositionsregeln.- 51. Zur Anwendbarkeit psychologischer Hypothesen auf Systeme verschiedener Komplexität.- 6. Die Reduktion im weiteren Sinne: Zum Verhältnis von Psychologie und Neurophysiologie.- IV. Die Analyse einiger zentraler soziologischer Begriffe.- 1. Eigenschaften von Kollektiven.- 2. Der Begriff des sozialen Systems, der sozialen Struktur und der Ganzheit.- 3. Gruppen und Gruppenmerkmale.- 4. Kohäsion.- 5. Soziale Schichtung und soziale Mobilität.- 6. Abweichendes und konformes Verhalten.- V. Die Erklärung einiger soziologischer durch psychologische Hypothesen.- 1. Hypothesen aus der Kleingruppenforschung.- 2. Organisationen und Gruppen.- 3. Gesamtgesellschaften.- 4. Zur „Übertragbarkeit“ von Hypothesen der Kleingruppenforschung auf Gesamtgesellschaften.- VI. Funktionalistische, ökologische und Kontext-Hypothesen.- 1. Ökologische Hypothesen.- 2. Kontext-Hypothesen.- 20. Der „individuelle“ Charakter von Kontext-Hypothesen im engeren Sinne.- 21. Die Problematik struktureller Effekte.- 3. Funktionalistische Hypothesen.- VII. Die Konsequenzen der Reduktionismus-These für die Theoriebildung und die empirische Forschung.- 1. Ein Programm für die Weiterentwicklung der Soziologie.- 2. Konsequenzen der Reduktionismus-These für die „normale“ Forschung.- 3. Wissenschaftspolitische Konsequenzen der Reduktionismus-These.- 4. Schlußbemerkung.- Anmerkungen.

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