Echnatons Bruder. Der Pharao und der Prophet: Historischer Roman

Echnatons Bruder. Der Pharao und der Prophet: Historischer Roman

by Heinz-Joachim Simon

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Overview

Tauchen Sie ein in die Zeit der Pharaonen! Was 1350 vor Chr. begann, bestimmt noch heute unser Leben. Am Anfang stand der geheimnisvolle Amenhotep IV., der sich Echnaton nannte. Er verehrte die Sonnenscheibe Aton als einzigen Gott. Für ihn baute er die Stadt Achet-Aton und lebte dort abgeschieden vom Volk. Als er starb, verfielen seine Tempel, man verfluchte ihn und tilgte seinen Namen. Aber da kam einer, der sich sein Bruder nannte und seine Idee bewahrte. Dieser Mann, ein ägyptischer Prinz, hieß Thotmes. Die Israelis riefen ihn Moses. Moses wuchs am Hof des Pharao auf, wurde zu dessen Schwertarm, schlug gewaltige Schlachten und musste doch verfemt in die Wüste flüchten. Dort begegnete er Gott und kehrte zurück, kämpfte gegen Haremhab, den neuen Pharao, dem er schließlich ein Volk entriss und aus Ägypten führte. Vom Berg Sinai brachte er der Menschheit die Regeln zu einem sittlichen Leben. Niemals gab es einen Menschen, der so hoch stieg, so tief stürzte und doch zum Gründungsvater der monotheistischen Religionen wurde. www.heinz-joachim-simon.de

Product Details

ISBN-13: 9783862825714
Publisher: Acabus Verlag
Publication date: 03/01/2018
Sold by: Readbox
Format: NOOK Book
Pages: 654
File size: 1 MB

About the Author

Heinz-Joachim Simon lebt in der Nähe von Stuttgart. Er war Inhaber einer renommierten Werbeagentur und Verfasser zahlreicher Sachbücher zur Unternehmensführung. Seit 2004 konzentriert er sich ausschließlich auf sein literarisches Schaffen und schreibt historische und kriminalistische Romane. Er veröffentlichte bereits fünf Romane bei acabus, darunter die erfolgreichen Krimis ‚Der Schrei der Zypressen‘ und ‚Der Picassomörder‘. Nach seinen viel beachteten Romanen über den Kriegsfotografen Robert Capa und Che Guevara legt Simon nun einen Roman über aus dem alten Ägypten vor.

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Aus dem Kapitel "Die Heimkehr des Sohnes" […] Und so kam es, dass der gesamte Hofstaat am Ufer versammelt war, als das silbern beschlagene Schiff funkelnd auf dem Nil heranglitt. Der Gesandte des Amuntempels betrat mit Thotmes den Kai, wobei er die Etikette beachtete und dem Prinz den Vortritt ließ. Unas, der Hohepriester, ging auf Thotmes zu, nahm ihn bei der Hand und warf sich vor Amenophis zu Boden, wobei er Thotmes mitzog, was sich dieser nur widerwillig gefallen ließ. »Es ist der Herr über alles Leben«, zischte er. Thotmes sah nur einen alten Mann, mit seltsamen Kleidern angetan, aber er hatte in den letzten Tagen viel Seltsames und für ihn Unverständliches erlebt, so dass er sich dreinfügte. Amenophis lehnte sich in seiner Sänfte zurück. »Steh auf, Sohn!«, sagte er zu Thotmes. »Lass dich betrachten.« Hast du so einen Sohn gezeugt?, fragte er sich. Er sieht aus wie ein Göttersohn. War das gut? Alle seine anderen Söhne sehen gegen ihn schwächlich aus. Er zählte die Nilschwemmen, die seit der Nacht mit seiner Tochter vergangen waren. Oh ja, die Zeit stimmte. Er winkte Nefertari zu, die aus der Schar der Frauen heraustrat und mit klopfendem Herzen diesen Jüngling betrachtete. Sie hoffte, dass Amenophis den Gärtner nie zu Gesicht bekommen würde. Thotmes dünkte ihr so schön wie einst Isaak im Garten, doch war sein Blick der eines stolzen Falken. »Das also ist unser Sohn!«, stellte der Pharao fest. Es war keine Frage, sondern eine Bekräftigung gegenüber dem Hofstaat, den Reichsfürsten und dem Volk. »Sieh doch sein Gesicht. Er ähnelt dir in deiner Jugend, Großer Vater«, pries Nefertari ihren Sohn. »Sieh seinen stolzen Blick, so schaut nur einer, der dein Blut in den Adern hat. Er sieht so stark und schön aus, wie eine Mutter es sich nur wünschen kann.« Amenophis legte den Kopf zur Seite. »Na ja, er ähnelt mehr meinem Vater, der, wie wir ihn alle rühmen, ein großer Kriegsheld war. Denn vom Blick mal abgesehen, kann ich nur wenig Ähnlichkeit feststellen. Und das ist vielleicht auch gut so, wenn ich mich heute so betrachte.« So war Thotmes am Hof des Pharao als das angenommen, was sich Nefertari erhofft hatte. Als sie zum ersten Mal allein waren, dauerte es eine Weile, bis sie ihre Verlegenheit überwunden hatten. »Ich hoffe, es gefällt dir«, sagte sie, als sie ihm das Zimmer zeigte. »Du hast außerdem zwei Sklaven zu deiner Bedienung.« »Du bist meine Mutter?«, fragte er immer noch ungläubig und starrte die schöne Frau an, die ihn in ihrem leichten Gewand, durch das ihre Brüste schimmerten, verlegen machte. Die plötzliche Veränderung seines Lebens erschien ihm wie ein Traum. Zwar hatte ihm der Priester während der Nilfahrt erzählt, dass er von edler Herkunft sei und dem Haus des Pharao angehöre, aber die Konsequenzen waren ihm unklar geblieben. Er wurde nun in ein anderes Leben hineingestoßen und es schmerzte ihn, wenn er an Jochebed und Amram dachte. Die Zeit war nur kurz, um sich aneinander zu gewöhnen, denn nach wenigen Tagen wurde er dem Hof des Prinzen Amenhotep zugeteilt und hatte dort eine eigene Zimmerflucht mit Dienern. Trotzdem fühlte er sich einsam und bat schließlich Nefertari, seinen Freund Eumenes aus Gosen holen zu lassen, damit er einen Vertrauten um sich hatte. Dem Prinzenhof gehörten fünf Auserwählte an: Amenhotep, Semenchkare, Cheruf, Haremhab und Thotmes. Amenhotep war der vornehmste, weil er Amenophis nachfolgen würde. Haremhab war nicht einmal ein Sohn des Pharao, sondern der eines wichtigen Generals. Semenchkare war der Ersatzprinz, der zweitälteste Sohn der Teje. Cheruf stammte von einer Nebenfrau.

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