Einleitung in die Ethik: Vorlesungen Sommersemester 1920/1924 / Edition 1

Einleitung in die Ethik: Vorlesungen Sommersemester 1920/1924 / Edition 1

ISBN-10:
1402019947
ISBN-13:
9781402019944
Pub. Date:
10/29/2004
Publisher:
Springer Netherlands

Hardcover

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Overview

Einleitung in die Ethik: Vorlesungen Sommersemester 1920/1924 / Edition 1

Im vorliegenden Band wird Husserls 1920 erstmals gehaltene und 1924 wiederholte Vorlesung über Ethik veröffentlicht. In ihr wendet sich Husserl nach einer systematischen Bestimmung des Begriffs der Ethik einer kritischen Darstellung der Geschichte der Ethik zu. Diese Darstellung ist am Gegensatz von Rationalismus und Empirismus orientiert, der sich in der Ethik in den gegensätzlichen Ansätzen der Verstandes- und Gefühlsmoralisten zeigt. Im Rahmen einer Auseinandersetzung mit klassischen Positionen aus der Geschichte der Ethik versucht Husserl, die Grundlagen seiner eigenen Ethik zu gewinnen und darin die traditionellen Gegenüberstellungen zu versöhnen. So steht für Husserl die Gefühlsgrundlage der Moral nicht im Widerspruch zur Idee eines absoluten Sollens, an der Husserl im Anschluss an Kant und Fichte festhält. Husserls Ausführungen gipfeln in dem Ideal eines universalen vernunftbestimmten Willenslebens, in dem alle Aktsetzungen endgültig zu rechtfertigen wären.
Zur Vorlesung gehört ein umfangreicher Exkurs, in dem Husserl durch eine phänomenologische Analyse des Unterschieds zwischen Sach- und Normbegriffen den wissenschaftstheoretischen Charakter der Ethik als normativer Geisteswissenschaft bestimmt.

Product Details

ISBN-13: 9781402019944
Publisher: Springer Netherlands
Publication date: 10/29/2004
Series: Husserliana: Edmund Husserl - Gesammelte Werke , #37
Edition description: 2004
Pages: 506
Product dimensions: 6.10(w) x 9.25(h) x 0.05(d)

Table of Contents

Einleiting des Herausgebers. Vorlesungen zur Einleitung in die Ethik (1920/24) mit einem Exkurs über Natur und Geist. 1: Kapitel. Systematisch einleitende Bestimmung und Umgrenzung des Begriffs der Ethik. 1. Die Ethik als universale Kunstlehre von den richtigen handleitungsleitenden Zwecken und den obersten normativen Gesetzen. 2. Ergänzende Klärungen zur Begriffsbestimmung der Ethik als Kunstlehre. 3. Die Frage nach dem Kriterium der Unterscheidung zwischen Kunstlehren und theoretischen Wissenschaften. Das Problem der Abgrenzung des theoretischen com praktischen Interesse im Anschluss an Brentano. 4. Kunstlehren als theoretische und praktische Wissenschaften. Aufweis des Doppelsinns im Begriff der Kunstlehre. 5. Die Notwendigkeit einer Scheidung der rein theoretischen von der praktischen orientierten Forschung. Die Idee einer reinen Logik und Ethik. 2: Kapitel. Grundpositionen der Ethik der Antike und ein Ausblick auf die neuzeitliche Ethik. 6. Die Skepsis der Sophisten am Beginn der Geschichte der Ethik. 7. Sokrates' Reaktion gegen die Sophistik inauguriert eine Wissenschafteliche Ethik. 8. Der antike Hedonismus. Kritik an seiner mangelnden Differenzierung zwischen Tatsachen- und Rechtsfragen. 9. Ausblick. Der systematische Gegensatz von Empirismus und Rationalismus in der Geschichte de neuzeitliche Ethik. 3: Kapitel. Hobbe's Ethik und Staatsphilosophie und ihr egoistisches Prinzip der Selbsterhaltung. 10. Darstellung der Hobbes'schen Theorie. 11. Die Nachwirkungen der Hobbes'schen Ethik bei Mandeville, Hartley und Bentham. 12. Kritische Würdigung der Hobbes'schen Ethik und Staatslehre als erstem, noch einseitigen Versuch der Konstruktion einer vernünftigen Sozialität. 13. Die Idee einer formalen Mathesis der Sozialität im Anschluss an Hobbes. 4: Kapitel. Kritische Auseinandersetzung mit der hedonistischen Ethik: der Hedonismus als ethischer Skeptizismus. 14. Das Verhältnis des Egoismus zum Hedonismus. Die methodisch notwendige Freilegung des apriorischen Kerngehalts jeder prinzipiellen ethischen Argumentation. 15. Die hedonistischen Grundthese und ihre kritische Prüfung. Der Unterscheid zwischen Erzielungslust und Lust am Erstrebten, zwischen wertgebendem Fühlen und Wert selbst. 16. Die Vermengung des Unterschieds von werten und Wert im Hedonismus. Die Notwendigkeit phänomenologischer Amalysen des begehrenden und wertenden Bewusstseins für eine philosophische Ethik. 17. Der Hedonismus als ethischer Skeptizismus. Die Frage nach der Vernünftigkeit der Aktmotivation. Werte als Motive in Willensakten. 5: Kapitel: Der Hedonismus als Egoismus in einigen Positionen der neueren Ethik. 18. Rekapitulierende Zusammenfassung der Kritik am Hedonismus. 19. Stirners extremer ethischer Subjektivismus und seine Kritik. 20. Egoistische Theorien in der Ethik und ihre Kritik durch Hume. 21. Die assoziationspsychologische Begründung des altruistischen Utilitarismus und ihre Kritik. 6: Kapitel: Die eigentümlichen Entwicklungsgesetzlichkeiten des geistigen Seins. Das Reich der Motivation. 22. Die naturalistische Psychologie verkennt das Eigenwesentliche des Geistigen und seiner Genesis. Der Unterschied zwischen Erklären und Verstehen. 23. Der Unterschied zwischen rationaler und irrationaler Motivation. 24. Aktive Motivationen und Ichakte unterstehen Fragen vernünftiger Rechtsfertigung. 25. Das Versagen der naturalistischen Assoziationspsychologie hinsichtlich der Vernunftfrage. 26. Die Parallelität der Vernunftsphären und ihrer Wesengesetzlichkeiten. Die widersinnige Naturalisierung des Geistigen infolge der Imitation der Naturwissenschaft. 7: Kapitel: Der Streit zwischen Verstandes- und Gefühlsmoralisten im 17. Jahrhundert. 27. Rekapitulation. Der Naturalismus als Skeptizismus. Der Streit zwischen Verstandes- und Gefühlsmoral als historische Form der Auseinandersetzung zwischen rationalistischer und empiristischer Ethik. 28. Cudworth's Parallelisierung mathematischer und ethischer Wahrheiten. Der Rationalismus unterscheidet urteilende und wollende Vernunft nicht und gerät in einen verkehrten Intellektualismus. 29. Clarke's Interpretation der ethische Gesetze vermengt Sachgesetze und Normgesetze. 30. Der Unterschied zwischen Sachgesetzen und Normgesetzen als Vernunftgesetzen und die ausschliessliche Möglichkeit des Verstossens gegen die Normgesetze. 31. Rekapitulation. Der Unterschied zwischen Natur und Geist hinsichtlich ihrer Normierbarkeit. Natur als nicht normierbare Unterschicht der Welt. 32. Die Argumenten der Gefühls- und Verstandesmoralisten mit ihren gegensätzlichen Vorwürfen und Einseitigkeiten. Die Vorarbeit der Gefühlsmoral für die notwendige phänomenologische Ursprungsanalyse des Ethischen. 33. Shaftsbury's psychologische und teleologische-metaphysische Begründung des moralischen Urteils. Kritische Würdigung seiner Theorie des moralischen sinns. 34. Selbstbestimmung und Selbstschöpfung des moralischen Ich. Die beiden Skwerke der ethischen Vernunft. Die Notwendigkeit der Reflexion für die Bildung der Tugend. 35. Butler's Versuch, die Authorität der Reflexionsakte verständlich zu machen. Hutcheson's Ausschluss egoistischer Motive aus der Moral und sein Bemühen, den Anteil des Verstandes in der Moral zu bestimmen. 8: Kapitel: Hume's empiristische Moralphilosophie. 36. Des skeptizistischen Konsequenzen von Hume's Philosophie. Hume's Leugnung einer Vernunft der Gefühls- und Willensphäre. 37. Der naturalistische Grundansatz von Hume's Moralphilosophie und seine Grenzen. 38. Hume's Untersuchung des Interesses und seine Ästhetisierung des Ethischen. 39. Weitere Elemente aus Hume's Moralphilosophie: Die Erklärung der Objektivität von Urteilen. Die Scheidung der Tugenden, die Lehre von der Sympathie. 40. Rekapitulation und kritische Würdigung von Hume's Bewusstseinsanalysen. Überleitung zu Kant. 9: Kapitel: Kant's Ethik der reinen Vernunft. 41. Einleitende Bemerkungen zur Entwicklung der kantischen Moralphilosophie. 42. Der Gedankengang der ersten sieben Paragraphen der "Kritik der praktischen Vernunft". 43. Kant's Lehre vom Gefühl der Achtung als moralischer Triebfeder. 44. Phänomenologische-kritische Überlegungen in Anschluss an die kantische Ethik. 45. Die infolge des Sensualismus übersehenen Wesengesetzmassigkeiten der Gefühlssphäre. Die Scheidung zwischen höheren und niederen Gefühlen und die Phänomene der Bevorzugung. 46. Kant's verdienstvolles Eintreten für eine echte Moral aus freier Selbstsetzung und seine voreilige Abwertung von gefühlsmotivierten und materialen Willensbestimmungen. 47. Kant's Kampf gegen den Hedonismus als den Hauptfeind echter Ethik. Die Idee des wahren Menschen und der wahren Menschengemeinschaft als Ziel einer universalen ethischen Lebensgestaltung. 10: Kapitel: Ausblick auf eine Ethik des willengestifteten bestmöglichen Lebens. 48. Der Unterschied zwischen der axiologischen und der ethischen Einstellung. 49. Der über den Willen auf Normgerechtigkeit hinausgehende Wille auf mein bestmögliches Leben als das für mich absolut gesollte Leben. Die ethische Idee eines universalen normgerechten Willenslebens.

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