Ethik und K�rperbeherrschung: Die Verflechtung von Thomas Manns Novelle

Ethik und K�rperbeherrschung: Die Verflechtung von Thomas Manns Novelle "Der Tod in Venedig" mit dem zeitgen�ssischen intellektuellen Kr�ftefeld

by Franz-Maria Sonner

Paperback(1984)

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Product Details

ISBN-13: 9783531116839
Publisher: VS Verlag f�r Sozialwissenschaften
Publication date: 01/01/1984
Edition description: 1984
Pages: 259
Product dimensions: 6.10(w) x 9.25(h) x 0.02(d)

Table of Contents

I. Einführung in das Problem der Arbeit.- 1.1. Orte, an denen die folgende Arbeit plaziert werden möchte.- Der ‘empirische’ Autor — Der Autor als Argument in der Textkritik: die Autorenfunktion - Ausschluß dieses Vexierbildes aus der Interpretation — „Habitus“ (Bourdieu) — „Letzte Struktur“ (Eco) — „disjunktiv/e Praxis“ (Foucault) — Aussagenanalyse in der „Archäologie“ (Foucault) und die vier regulativen Begriffe: Ereignis und Serie, Regelhaftigkeit, Möglichkeitsbedingung..- 1.2. Die intellektuelle Ethik.- Der Grt des Sprechens und die Metaphysik der Wissenschaften: Eckpunkte dieser Ethik — Ihr religiöser Gehalt — Die gebildete Kunst — Der Idiot — Mögliche Polaritäten dieser Ethik..- 1.3. Einige Funktionsprinzipien der intellektuellen Ethik.- Begehren und Institution — Die undurchdringliche Immanenz des Diskurses — Die Frage nach dem Wert der Wahrheit: Nietzsche und die Genealogie — Wille und Moral — Einige Funktionsprinfcipien der intellektuellen Ethik..- 1.4. Deleuze/Guattari und noch ein Idiot.- Der Idiot als Resultat von Ausschlußprozeduren Drei große Ausschließungssysteme: verbotenes Wort, Grenzziehung Vernunft und Wahnsinn, Wille zur Wahrheit — Der „Schizo“ (Deleuze/Guattari) als Genealoge des Wunsches — Foucault zum „Anti-Ödipus“ — Der „Antiödipus“ in nietzscheanischer Manier: Wunschmaschine Organloser Körper — Paranoische Maschine – Zölibatäre Maschine..- 1.5. Die zölibatäre Maschine: Zwei Beispiele.- Kafkas „Strafkolonie“ — Seidels „Bewußtsein als Verhängnis“..- 1.6. Die Problemstellung.- Aschenbachs intellektuelle Ethik — Ihr Verhältnis zum intellektuellen Kräftefeld — Ihr sakrales Potential..- II. Der Tod in Venedig.- 2. Gustav Aschenbachs Haltung.- 2.1. Leistungsmoral.- ökonomisches Prinzip — Disjunktives Prinzip der Wertschätzung — Das ökonomische Prinzip als Maß einheit und Selbstzweck — Kein Ethos, sondern Ethik: Leistungsmoral — Als Körpertechnik — Als Ökonomie der Größe..- 2.1.1. Materialien zur Leistungsmoral.- „Geist des Kapitalismus“: Max Weber, Ernst Troeltsch „Bürgerliche Tugenden“: Werner Sombart — Ihre Uergleichbarkeit mit Aschenbachs Leistungsmoral – Jedoch keine Betonung der menschlichen Schwäche — Rationalismus und normatives Vakuum als Themen der Soziologie „Gemeinschaft und Gesellschaft“: Ferdinand Tönnies Kapitalistische Gesinnung und neue Werte: Alfred Vier kandt — Seelenverkümmerung und Rationalismus: Werner Sombart — Sein „Deutscher Sozialismus“ — Ideal— und Realfaktoren: Max Scheler — Dominanz des Körpers vs. Dominanz der (Zweck-) Rationalität? – Körperbilder der Soziologien — Biopolitik am Makrokörper: Rationalismus vs. Seelenlosigkeit und die Strategie der Heilung — Webers Zweckrationalität und Paretos logische Handlung als Mikrokörpertechnik — Aschenbach und die Re-Ethisierung der Zweckrationalität..- 2.2. „Heroismus der Schwäche“.- Abgrenzung der Leistungsmoral von der Vernunft Der Held als Wunschbild — Die Verwerfung des Schwächlings nach innen und außen — Die glorreiche Synthese: Disjunktive Energie wird ästhetisch-konsumptiv – Die Form als Vermittler zwischen Ethik und Ästhetik – Die genealogische Formation von Ethik und Ästhetik als ästhetische Ethik — Ihre mögliche Labilisierung..- 2.2.1. Materialien zum „Heroismus der Schwäche“ und zur neuen Ästhetik.- 2.2.1.1. Moralische Entschlossenheit jenseits des Wissens.- Die Psychoanalyse als Verhängnis des Bewußtseins: Alfred Seidel..- 2.2.1.2. „Heroismus der Schwäche“ am Gesellschaftskörper.- Der Geschichtskörper und seine Disjunktionen: Alfred Weber — Der Heroismus der abendländischen Schwäche: Oswald Spengler — Auch hier: „preußische Ethik“ als Körpertechnik und „preußischer Sozialismus“ als Biopolitik — Die Ästhetik der funktionslosen Technik..- Exkurs: Schönheit und Technik.- „Ästhetisierung der Politik“: Walter Benjamin – Das Menschliche der Maschinen: Dysfunktion als Schönheit im Futurismus — Die Unterwerfung unter die Maschine auf der Mikroebene: Metallisierung — Die Herrschaft des Organischen über die Maschine auf der Makroebene: Stahlmensch als Rasse — Technische Metaphorik in der Natur: Ellen Key..- 2.3. Geknechtete Empfindung.- Das Haushaltsmodell der Psyche — Unmittelbarkeit des Gefühls als reduzierte Lust bei Aschenbach — Die ge knechtete Empfindung als wählerischer Hedonismus: Die WunschÖkonomie..- 2.3.1. Materialien zur geknechteten Empfindung.- Zwangsneurose: Sigmund Freud — Verschränkung von Gesetz und Begehren in der Moral: Emile Durkheim — Moral als Erhebung über Natur — Ihr Wunschobjekt als 'unnatürlicheś — Disjunktiver Syllogismus und Sakrales — Wunschobjekt gleich gemiedenes Objekt?.- 3. Die Anfechtung: Eine Inversion der ästhetischen Ethik.- Der Wille zur Form als ethische Selbstgestaltung und ästhetische Gestaltung — Formlosigkeit als Verworfenes — Die Anfechtung als Wille zur Formlosigkeit: y eine Inversion von Erstrebtem und Verworfenem – Die Folgen..- 4. Der Fall Aschenbach in der Literaturkritik.- Die Moral der Kritiken — Vernunft vs. Urmensch: Cecil A.M. Noble — Geist vs. Sinnlichkeit: Hermann Luft — Leben vs. Tod: Hermann Stresau — Gott vs. Tod: Anna Hellersberg-Wendriner — Humanität vs. Kannibalismus: Inge Diersen — Werk vs. Barbarismus: Georg Lukács — Lust vs. Masochismus: Yaak Karsunke — Vergeistigung vs. Verlangen nach dem Nichts: Wolfdietrich Rasch — Apollinisches vs. Dionysisches: Peter Heller..- 5. Die Mystik der ästhetischen Ethik: eine „zölibatäre Maschine“.- 5.1. Die Problemstellung.- Das Paradox der Sebastian-Gestalt — Die Inversion der Inversion: der Zirkel von Meiden und Begehren Aschenbach als Subjekt der Kreisbewegung — Dagegen: das Eingeflochtensein der Bebastian-Gestalt in diesen Kreis — Die Notwendigkeit, die Zustände dieser Gestalt an der christlichen Mystik zu klären..- 5.2. Mystik.- Begriffsbestimmung — Der Mystiker als Ketzer und Krönung des Glaubens — Ein vorläufiger Offenbarungsbegriff — Die Stellung des Bösen — Negative Ethik und Theologie: Meister Eckehart — Der Begriff des Heiligen: Rudolf Otto — Die Einheit von Furcht und Liebe – Die Ethik als Hindernis auf dem Weg dazu — Die Offenbarung des Heiligen als gleichzeitige Erfahrung von Inversion und Re-Invérsion — Der Weg des dreifachen Todes zu diesem Ziel: Meister Eckehart — „zölibatäre Maschine“ Differenzierung des Resultats in Bezug auf die christliche Ethik: Mystik und Askese — Natur— vs. Gnadenwille Abweisung eines ethischen Dualismus: Primat der Zweckabsicht — Sünde und Natur — Sünde wie auch Gnade entsteht nur aus der Überwältigung der Natur — Die Technik der Überschreitung ethischer Polaritäten: Theismus und Atheismus als wesensverwandt — Beispiele: Torheit und Sünde um Christi willen — Der Tod um des Lebens willen Belege des Ausgeführten an Mystikerte×ten: — Gottes liebe und Obszönität: Mechthild won Magdeburg – Bejahung der menschlichen Natur und ihre Kenntnis: Hildegard von Bingen — Die Stadien des Mystikerlebens: Heinrich Seuse Die Rekonstruktion der Sebastian-Gestalt bei Seuse..- 6· Aschenbach und Tadzio.- Die Gemeinsamkeit von Mystik und ästhetischer Ethik: jenseits der Ethik ihr Ziel zu greifen — Die drei Sequenzen der Mystik des Franz von Sales als Richtschnur der Analyse..- 6.1. Die intellektuelle Beschäftigung mit der Vollkommenheit: Das Innewerden.- Tadzios Schönheit als Element der ästhetischen Ethik: Sittlich oder unsittlich? — Die Vollkommenheit des Nichts als Fluchtpunkt — Die Zeugung des Ungezeugten als Selbsterkenntnis des Vaters im Sohne ist Aschenbachs Wiedererkennen in Tadzio — Aschenbach entziffert seinen und Tadzios Körper — Unwiderlegbare Schönheit Die Wahrheit des Herzens löst das Räsonnement ab: Innewerdung — Die Integration des Unbestimmt-Krankhaften in die ästhetische Ethik: Innewerdung..- 6.2. Die Beschäftigung mit der Vollkommenheit im Lichte ihrer übernatürlichen Wahrheit: Die Ergriffenheit.- Von der aktiven Betrachtung zur passiven Beschauung: Eine Inschrift Gottes in Tadzios Körper — Auf der Schwelle zur Sprachlosigkeit: das Gebet als Sehnsucht und Klage — Das Heilige und Verworfene auf dem einen Nenner der Ergriffenheit..- 6.3. Die Hingabe an die Vollkommenheit: Das Wunder der wiedergeborenen Schönheit.- Das Übel in Venedig — Seine geistige Physiognomie ist die der ästhetischen Ethik — Passion: Leiden und Leidenschaft — Die Wahrheit der Apathie — Die Wiederkehr der Urweltwildnis: das biologisierende Dispositiv — Gesundheit als Sittlichkeit, Krankheit als Unsittlichkeit — Der zölibatäre Körper als Wunschterritorium: das Dach des Tempels..- 6.3.1. Materialien zur geistigen Physiognomie der Krankheit.- 6.3.1.1. Psychoanalyse und Körperdispositiv.- Die Doppelstruktur des Heiligen im Tabu: Sigmund Freud -Eine vorläufige Gemeinsamkeit mit der Novelle – Die Psychoanalyse als Technik, den unsicheren Akkulturationsprozeß des Körpers zu festigen — Die Psychoanalyse und das Tauschgeschäft: Trieb gegen Kultur — Ihre egnerschaft zu rassistischen Konzepten: Gesetz des Tauschs vs. Gesetz des Geblüts — ödipus und Anti-Ödipus – Eros als Kulturstifter und Thanatos als Natur: der Bürger krieg auf dem Schauplatz Körper — Ein Paradigma von Psychoanalyse und Novelle: Der Kulturmensch als Dompteur seines inneren Tiers — Der Körper als Zilescheibe von Machttechniken: Mikropolitik, Makropolitik und Ästhetik des Körpers — Lebensmacht und Todesmacht: Die Souveränität des Sexes — Eine Gedankenflucht von Freud..- 6.3.1.2. Eine Strategie der Hygiene.- Die machttechnischen Imaginationen des Nationalsozialismus: Strategie der Hygiene und Codierung von Körperintensitäten — Das Parteiprogramm der NSDAP: das Blut als Sprache des Herzens — Ekel vor der Krankheit Traum von der Gesundheit — Die Krankheit und ihr Eindringen in den Körper — Ihre Abwehr — Noch eine preußische Ethik — Das Heer an der Spitze — Ein Resümee: Äußeres darf nicht nach Innen, Inneres soll aber nach Außen — „Mein Kampf“: Wofür? Wogegen? — Gegen Schwäche Für Stärke — Gegen Krankheit — Für Gesundheit – Ein Resümee: Der Mensch ist zur Stärke verdammt, weil er zur Schwäche geboren ist — Kraftströme: Alfred Rosenberg — Standhalten oder Bersten: der Kampf mit und gegen den Körper — Phantasmen: Syphilitiker und Kannibalen — Die resümierende Kraftformel: Leben als Überleben Ein Resümee der Materialteile: Das vierschichtige Körperdispositiv — Natur und kollektive ‘Gesundheit’Natur und individuelle ‘Krankheit’ Rationalismus und kollektive Instrumentalisierung — Rationalismus und Selbstinstrumentalisierung..- 6.4. Die Hingabe an die \lollkommenheit: Das Wunder der wiedergeborenen Schönheit (Fortsetzung).- Aschenbach als Zölibatär — Fortis es ut mors dilectio Die Losung des fremden Gottes: unteilbare Einheit – Die Wiedergeburt der Schönheit auf Aschenbachs Körper Sein Tod um des Lebens willen..- Anmerkungen.

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