Frostgras

Frostgras

by Angelika Lauriel

NOOK Book(eBook)

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Product Details

ISBN-13: 9783847511120
Publisher: Schwarzkopf & Schwarzkopf
Publication date: 12/01/2013
Sold by: Libreka GmbH
Format: NOOK Book
Pages: 240
File size: 194 KB
Age Range: 12 Years

About the Author

Angelika Lauriel, geboren 1967, ist Übersetzerin und Dolmetscherin für Englisch und Französisch. Nach ihrem Studium lebte sie ein Jahr in der Toskana und gründete wenig später eine Familie. In dieser Zeit hat sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckt, die für sie rasch zum Beruf wurde. 'Frostgras' ist nach zwei Kinderkrimis und einem Chicklitkrimi ihr vierter Roman. Die Autorin lebt mit ihrer Familie im Saarland.

Read an Excerpt

'Wie er dasaß, den Kopf über ein Notizbuch gebeugt, die Schultern ein wenig nach vorne hängend, nahm er die typische Haltung eines Menschen ein, der nicht auffallen möchte. Vielleicht auch eines Menschen, der sich für zu groß geraten hält und mit diesem Trick kleiner machen möchte. Der Junge hatte anscheinend ihren tiefen Seufzer gehört und sah ihr jetzt ins Gesicht. Julia tastete seine Züge mit den Augen ab: weicher Mund, gerade Nase, minimal schräg stehende blau-graue Augen. Sie hakte sich fest, nahm seine kurzen rabenschwarzen Locken wahr, die nicht ganz glatte helle Haut – und in seinem Blick etwas … was war es? Für den Bruchteil einer Sekunde glaubte sie, einen Ton zu hören, der tief in ihr anklang. Fragend tastete sie sich weiter in die Tiefe seiner Pupillen vor, doch dann war der Moment vorbei. Der Junge senkte die Lider, sackte ein winziges bisschen zusammen und heftete seinen Blick wieder auf das Notizbuch. Sie beobachtete, wie er, ohne hinzusehen, einen Kugelschreiber aus einem Seitenfach des Rucksacks neben sich zog und in das Buch zu schreiben begann. Was ging er sie an? Er zeigte mehr als deutlich, dass er nicht gestört werden wollte. Nun, ihr stand auch nicht der Sinn nach Kommunikation. Sie musste sich viel zu sehr über ihre unmögliche Mutter aufregen und das irre Theater, das sie abzog. ›Du hast doch ein ordentliches Abi hingelegt.‹ Das betete sie ihr ständig vor. ›Warum willst du nicht studieren? Du kannst den Menschen auch helfen, wenn du Medizin studierst.‹ Ja, klar, ausgerechnet Medizin! Kein Thema, sie war ja auch die Überfliegerin.'

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