Kleine Leute - große Fragen: Mit Kindern den Glauben leben

Kleine Leute - große Fragen: Mit Kindern den Glauben leben

by Petra Schünemann

NOOK Book1., Auflage (eBook - 1., Auflage)

$11.84

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Product Details

ISBN-13: 9783868277654
Publisher: Francke-Buchhandlung
Publication date: 03/01/2017
Sold by: CIANDO
Format: NOOK Book
File size: 1 MB

About the Author

Petra Schünemann ist Erzieherin und Gemeindediakonin und lebt mit ihrem Mann und den vier Töchtern in Marburg. Sie gehört mit ihrer Familie zum Christus-Treff Marburg und ist dort im Bereich der Kinder- und Familienarbeit angestellt.

Preface

Vorwort „Wo ist der Opa jetzt? Kann er uns sehen?“ So die Fragen unserer fünfjährigen Tochter am Abend der Beerdigung meines Vaters. Nachdem alle Leute gegangen sind, gehen wir noch einmal als Familie zum Friedhof. Ich nehme sie bei der Hand und versuche Antwort zu geben, merke aber schnell, dass das gar nicht so einfach ist. Wir reden über den Himmel, davon, dass Jesus schon da ist und für uns „Wohnungen“ vorbereitet hat. Gleichzeitig kann er bei uns sein, uns trösten, wenn wir jetzt traurig sind. Und ganz bestimmt kümmert er sich auch um den Opa, hat seine letzten Stunden gesehen und ist bei ihm gewesen. Ein tröstlicher Gedanke nicht nur für eine Kinderseele, auch ich als Erwachsene finde darin Trost und Zuversicht. An diesem kleinen Gespräch merken wir, dass Kinderfragen zum Leben (und in diesem Fall zum Sterben) oft auch die Fragen von uns Erwachsenen sind: Wie ist das mit dem Ende des Lebens? Hat mein Leben Sinn gemacht? Habe ich meinen Platz in der Welt ausgefüllt? Gibt es etwas, das größer und höher ist als ich selbst? Gibt es eine jenseitige Welt? Vielleicht geht es um die „Grundfragen des Lebens“, die sich in jedem Leben früher oder später einstellen: Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Warum bin ich da? Kinder stellen diese Fragen, weil sie die Welt und ihren Platz darin verstehen wollen – besonders in Situationen, die die Begrenzungen des Lebens aufzeigen. Solche Fragen zum Leben und Glauben unterscheiden sich zu anderen Fragen der Kinder. Damit meine ich Fragen wie: „Kann man zur Sonne fliegen?“ – „Warum ist die Banane krumm?“ – „Warum fliegt ein Flugzeug?“ Manches wissen wir und können es erklären, zu mancher Frage müssen wir uns vielleicht selbst informieren und in der entsprechenden Literatur nachschauen. Bei Fragen zu Gott, dem Glauben, der Welt, dem Leben und Sterben ist das nicht so einfach. Da geht es um weltanschauliche, manchmal philosophische Bereiche, die sehr von unserer eigenen Prägung und unserer Sicht von der Welt abhängig sind. Ein buddhistischer Mönch wird diese Fragen anders beantworten als ein gläubiger Moslem und ein jüdischer Gelehrter anders als ein Mitglied eines afrikanischen Stammes mit einer Naturreligion. In diesem Buch geht es um die Antworten, die der christliche Glaube aufzeigt, die Bibel ist dabei die Grundlage. Der Glaube an den Gott der Bibel gibt Antworten auf Fragen, auch wenn manches Detail verborgen bleibt und nicht jede Frage letztlich eine Antwort finden wird. Dennoch – Gott hat sich in Jesus offenbart. Er ist das Wort, das Mensch geworden ist. An Jesus sehen wir, wie Gott ist: „Wer mich gesehen hat, der hat auch den Vater gesehen.“ (Johannes 14,9) In der Bibel wird Jesus als der „Sohn Gottes“ bezeichnet. Wenn wir das glauben und ernst nehmen, können wir vieles vom Wesen Gottes in der Person von Jesus sehen. In der Bibel lesen wir von Gott als dem Schöpfer, Geber und Erhalter des Lebens. Er zeigt auf, wie das Leben des Einzelnen und das einer Gemeinschaft gelingen kann. Kinder fragen uns – und wir, egal ob als Eltern, Großeltern, Paten oder Kindermitarbeiter, sind gefordert, uns diesen Fragen zu stellen. Das heißt nicht, dass wir auf alles eine Antwort parat haben müssen. Wir sollten Kinder mit ihren Fragen ernst nehmen und ihnen zuhören. Dabei ist klar, dass wir Glaube nicht anerziehen oder gar produzieren können. Ebenso selbstverständlich sollte sein, dass wir Kinder nicht manipulieren wollen. Ob ein Mensch Christ wird oder nicht, bleibt allein ein Geschenk Gottes und Ausdruck seiner Gnade und seines Erbarmens. Wir können aber als Eltern oder Kindermitarbeiter einen Rahmen schaffen, in dem Kinder ein Leben mit Gott als positives Lebenskonzept wahrnehmen. Einen Rahmen, in dem sie die Möglichkeit haben, Gott als Freund und Versorger zu erleben. Zu erleben, dass es sich lohnt, Vertrauen in Gott zu setzen, dass sie durch das Gebet mit ihm verbunden sein können. Und dass dieser Glaube durch alle Facetten des Lebens hindurchträgt. Dazu brauchen sie Menschen als Vorbilder und Begleiter auf dem Weg. Nicht um alles fraglos zu übernehmen, sondern um durch persönliches Erleben der Gegenwart Gottes einen eigenständigen und später reifen Glauben zu erlangen. Einen Glauben, der trägt und Fragen aushält – im Leben und im Sterben. Dabei ist mir wichtig, dass Kinder nicht nur „Richtigkeiten“ über den Glauben aufsagen können, sondern dass sie Gott erleben können und erfahren, dass dieser Glaube real mit ihrem Leben zu tun hat. Wie reden wir also mit Kindern über Glauben? Wie reagieren wir richtig auf ihre Fragen? Wie beeinflussen wir mit unseren Worten den Glauben unserer Kinder und was sollten wir vielleicht besser bleiben lassen? Dieses Buch soll Ideen und Anregungen geben, wie „Glauben leben“ und im Gespräch über Gott zu sein praktisch im Alltag mit Kindern aussehen kann. Es bietet Impulse, wie christliche Feste und Traditionen gestaltet werden können und wie sie biblische Zusammenhänge und theologische Fragestellungen kindgerecht erklären können. Der vorliegende Text ist für Eltern, Kindermitarbeiter, Paten, Großeltern, Erzieher … für alle gedacht, die mit Kindern in irgendeiner Weise unterwegs sind. Dabei will ich versuchen, den groben Rahmen aufzuzeigen, denn natürlich ist jede Familie und jede Kindergottesdienstgruppe unterschiedlich und unterliegt ganz eigenen Regeln und Prägungen. Ich wünsche mir, dass der eine oder andere Impuls Ihr Familienleben bereichert und Sie neu motiviert, gemeinsam mit Kindern den Weg der Nachfolge zu gehen. Dabei ist mir wichtig, dass wir uns selbst als Lernende verstehen, nicht als die, die alles wissen. Seien Sie mit den Kindern auf dem Weg, lernen Sie auch von ihnen und staunen Sie, was es auf dem gemeinsamen Weg alles zu entdecken gibt! Vom Alter geht es dabei um Kinder zwischen 0 und 10 Jahren. Ab dem Teenageralter stellen sich andere Herausforderungen und Fragen, die ich in diesem Buch nicht berücksichtige. Es ist ein spannender und lohnender Weg, gemeinsam mit Kindern der Größe und Gegenwart Gottes auf der Spur zu sein. Ohne meine Kinder wäre ich um manche Erfahrung ärmer und hätte manche Frage vielleicht niemals bedacht. Dieser gemeinsame Weg hat mich in vielem aber auch barmherziger mit mir selbst und anderen werden lassen. Die meisten Eltern wollen für ihr Kind das Beste. Und dennoch machen wir Fehler und erleben Grenzen und Schwächen. Gott kann diese Schwächen umwandeln, Verletzungen heilen und sogar Fruchtbares und Gutes daraus entstehen lassen. Gott möge uns segnen auf diesem Weg und lasse uns als Erwachsene und Kinder zum Segen füreinander werden! Petra Schünemann, im September 2016

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