The Doctor Is In!: Dr. Womanizer

The Doctor Is In!: Dr. Womanizer

by Max Monroe, Joy Fraser

NOOK Book(eBook)

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Product Details

ISBN-13: 9783864953637
Publisher: Plaisir d'Amour Verlag
Publication date: 01/16/2019
Series: The Doctor Is In! , #2
Sold by: Bookwire
Format: NOOK Book
Pages: 380
Sales rank: 413,067
File size: 612 KB

About the Author

Vor ein paar Jahren schlossen sich zwei Liebesromanautorinnen und langjährige Freundinnen unter dem Pseudonym Max Monroe zusammen, und der Rest ist Geschichte ... Als Max Monroe veröffentlichten sie seitdem mehrere erfolgreiche Contemporary Romances und erklommen die New York Times und USA Today Bestsellerlisten.

Read an Excerpt

CHAPTER 1

Harlow

Sieben Wochen später

„Also, was machst du so in deiner Freizeit, Harlow?", fragte Barron nach einem kräftigen Schluck Wein.

Er hatte uns eine dritte Flasche bestellt – vielleicht einen Merlot? –, die wir uns zum Essen teilten, und er hatte sich bemüht, mir jedes Detail der seltenen und erlesenen Qualität des Weins zu erklären.

„Unglaublich", hatte mein Date gesagt, sein Glas geschwenkt und gegrinst. „Ich bin von dem Bouquet dieses Weins beeindruckt. Hast du den subtilen Hauch von Eiche und Schokolade bemerkt, der den Gaumen belebt?" Barron Alexander Conrad der Dritte – so der volle und, lasst uns ehrlich sein, sehr protzige Name meines Dates – schwafelte bereits über Weinbouquets, seit der Kellner die erste Flasche auf den Tisch gestellt hatte. Ich wusste nichts über Wein. Tanninsäure. Eiche. Voller Körper. Jedes Wort, das er sprach, floss in meinem Hirn zu einem Begriff zusammen: prahlen.

Wenn es um Wein ging, interessierte mich nur, wie viele Gläser ich brauchte, um angeheitert zu sein. Ich unterdrückte den Drang, die Augen zu verdrehen, nickte zustimmend und leerte das erste Glas aus der neuen Flasche.

Erste Dates, oh Mann. Ich hasste sie wirklich.

Ich verabscheute generell alles, was zu einer festen Beziehung führen könnte. Zwar hatte ich keine Beziehungsphobie oder so etwas, aber ich wusste einfach, dass Langzeitbeziehungen nicht mein Ding waren. Ein Mal hatte ich mir die Finger daran verbrannt und meine Lektion gelernt. Ich würde den Rest meines Lebens die Hände vom heißen Ofen fernhalten, vielen Dank auch. Ich zwang mich zu einem Lächeln. Zumindest hoffte ich, dass es eins war. Kann ein Lächeln nach Essig schmecken? Falls ja, dann lächele ich definitiv.

„Nun, ich bin ziemlich mit meiner Arbeit beschäftigt. Und wenn ich nicht arbeite, gehe ich gern mit Freunden essen, lese, schaue mir Filme an, besuche Konzerte ..." Bla, bla, bla. Gott, ich klang genauso langweilig wie Barron.

Wieso lasse ich mich auch immer wieder zu solchen Dates überreden?

Weil ich Sex wollte.

Ich weiß, ich weiß. Aber ich wollte wirklich Sex haben.

Neben der Option, auf Tinder alles in einem Zweikilometerradius nach rechts zu wischen, waren solche Dates die einzige Möglichkeit, besonders, wenn sie mit einer Penetration endeten, ohne dass man sich mit hohen Absätzen und einem Rock so schmal wie ein Gürtel an die Straßenecke stellen musste. Falls allerdings alles nichts half, hatte diese Option etwas für sich.

Es war einfach zu lange her, und meine tägliche Masturbation reichte nicht mehr aus.

Jungs, ich brauche einen Penis.

„Wie lange bist du jetzt schon bei Gossip?"

Ich seufzte innerlich beim Klang von Barrons nasaler Stimme und dem lächerlichen Job, den ich mein Eigen nannte. „Es müssten um die vier Jahre sein."

Verdammt noch mal zu lange.

Gossip war ein Online- und Printmagazin, in dem nachgeforscht, geschwindelt und bestochen wurde, um als Erster den anstößigsten Klatsch über die Reichen und Berühmten dieser Welt zu erfahren, besonders den über New Yorker. Es war Schund und genau das, was man von einem Magazin erwartete, das den Namen Gossip, Klatsch, trug.

VIPs waren alle gleich. Sie liebten es, wenn wir sie wahrnahmen, aber hassten es, wenn wir ihre dreckige Wäsche zum Trocknen raushängten. Ich sollte erwähnen, dass ich nicht komplett auf der dunklen Seite arbeitete, wie manche meiner Kollegen in diesem Geschäft. Ich gab meinen Lesern fast nur die echten VIP-News mit sehr wenig kreativer Ausschmückung. Ich folgte der Straße der Wahrheit, selbst wenn ich ab und zu auch mal auf das Gras daneben trat. Andere hinterhältige Vipern rannten durch den Wald und suchten den saftigsten vergifteten Apfel, den sie dann dem VIP-Opfer in die Hand drückten.

Doch sogar ich hatte meinen Spaß daran gehabt, über einen Promi zu schreiben, der das Kindermädchen gefickt hatte, während sich seine Frau tausende Kilometer entfernt bei einem Filmdreh befand. Das Kindermädchen hatte ihn verraten und sogar Beweise geliefert. Ich dachte, der Spaß daran würde mir nie vergehen.

Dasselbe galt natürlich für fremdgehende Ehefrauen und die Arschlöcher, die ihre Assistenten und Mitarbeiter schlecht behandelten. Kurz gesagt, mein Job bei Gossip sollte eigentlich ein vorübergehender sein, nachdem ich den Collegeabschluss in der Tasche und eine furchtbare Beziehung hinter mir gelassen hatte, aber irgendwie wurde es etwas Permanentes.

Wenn ich nun, mit neunundzwanzig, mein Leben betrachtete, fragte ich mich, wieso ich überhaupt noch dort arbeitete.

Echt jetzt, wieso bin ich noch da?

Ich stocherte mit der Gabel im Spargel auf meinem Teller herum und überlegte, wann ich angefangen hatte, in einem Beruf Karriere zu machen, der mir gar keinen Spaß mehr brachte, und mich mit Männern wie Barron zu treffen, nur weil ich mich verzweifelt nach einem Penis sehnte. Meine Güte, so gesehen war der Zug meines Lebens aus den verfluchten Schienen gesprungen.

Wie aufs Stichwort grinste Barron und hielt mir über den Tisch hinweg seine Gabel hin. „Das musst du probieren", drängte er und stieß zur Bekräftigung mit der Gabel nach mir.

Ich schüttelte den Kopf.

„Probier es einfach, Harlow. Der Hummer ist fantastisch", sagte er und nickte zur Gabel, die sich nun zwei Zentimeter vor meinem Gesicht befand, als würde ich mich trotz der unmissverständlichen Aufforderung immer noch fragen, was er von mir wollte.

„Äh ..." Ich verzog das Gesicht, als der fischige Geruch meine Nase traf. „Ich bin kein Fischesser."

„Aber das ist Hummer."

„Ja, Fisch, Hummer ... eigentlich alles, was im Wasser schwimmt, ist nicht mein Ding."

„Komm schon", drängte er weiter.

Ich unterdrückte den Wunsch, die Gabel aus meinem Gesicht zu schlagen.

„Niemand kann Daniels Hummer widerstehen."

„Ich schon."

Er starrte mich an und ich ihn. Die Filmmusik von Mortal Kombat spielte in meinem Kopf.

Verflucht noch mal, nimm die Gabel aus meinem Gesicht.

Endlich, nach einer gefühlten Stunde, aß er den Bissen Hummer selbst und stöhnte laut dabei.

„Gott, ist das gut."

Falls dieses Dinner ein Vorgeschmack auf später war, war anzunehmen, dass ich mich besser aus dem Staub machen sollte, noch ehe die Rechnung gebracht wurde. Ich könnte einen Notfall vortäuschen. Eine meiner Freundinnen per Handy anschreiben, damit sie mich vor dem Desaster rettete, das unweigerlich vor dem Ende dieser Verabredung geschehen würde.

Guter Plan, Harlow! Schreib Amanda an.

Sie war eine meiner ältesten und engsten Freundinnen aus dem College, und es wäre nicht das erste Mal, dass sie mich aus solch einer Lage rettete.

Während Barron weiterhin von Wein und Hummer fasziniert war, holte ich diskret das Handy aus der Handtasche und schrieb meiner besten Freundin in der Hoffnung, dass ihr der perfekte Notfall einfallen würde. Und dann würde ich sie bitten, das Ganze mit mir durchzuziehen.

Ich: Hilfe. Ich brauche einen Notfall.

Amanda: Nee. Diesmal nicht, Frances.

Ich: Was??? Ich sterbe hier! Und nenn mich nicht Frances, du weißt, dass ich das hasse.

Frances Harlow Paige. Mein voller Name. Fast so schlimm wie Barron Alexander Conrad III. Ich nannte mich nicht so und niemand rief mich so. Man glaube mir bitte, dass Harlow – so unkonventionell der Name auch war – viel besser zu mir passte.

Doch manchmal wollte meine beste Freundin eine Bitch sein und mich damit aufziehen, dass ich nach meiner Großmutter benannt worden war. Verfluchte Frances. Himmel, dieser Name war das totale Gegenteil von mir.

Amanda: Immerhin ist es dein echter Vorname, und er ist wunderschön, und deshalb ignoriere ich deine Bitte. Vielleicht solltest du diesem Typen mal eine Chance geben, Harlow. Er könnte ein toller Kerl sein. Er könnte DER tolle Kerl sein.

Ich: Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für den Karrierestart als Motivationstrainer! Dieser Typ redet nur über Weinbouquets und hält mir Hummer vors Gesicht. Ich brauche Hilfe in Form eines Notfalls. Irgendwas. Komm her und lös den Feueralarm aus. Melde eine Bombe.

Ich schickte die Nachricht ab und überlegte noch mal. Bombendrohung und Feueralarm klang ein bisschen riskant. Ich wollte nur, dass mir Amanda aus meiner Lage half, nicht dass sie verhaftet und vom FBI verhört würde. Wahrscheinlich sollte ich es selbst tun. Das würde sicherlich mit einer Leibesvisitation enden.

Nein. Nein! So zu denken, war sogar für mich ein neues und absolutes Tief.

Ich: Warte! Mach so etwas nicht. Das könnte böse ausgehen. Oh! Ruf mich an und erzähl mir, dass jemand nur noch drei Stunden zu leben hat und ich sofort da hin muss, um mich zu verabschieden. Bitte! Ich flehe dich an!

Amanda: Nein. Du triffst dich mit jemandem, also bringst du es auch anständig zu Ende, Missy.

Verfluchte Scheiße.

Wenn mir nicht selbst ein Notfall einfiel, ohne Amandas Hilfe, saß ich hier fest.

Deshalb blieb ich bis zum Ende des Dinners. Und überstand die langweiligen Gespräche. Und die stumpfsinnige Taxifahrt zu Barron nach Hause.

Ich drückte mir selbst die Daumen, dass der Sex die Mühe wert war.

Barrons Schlafzimmer sah genauso aus, wie ich es erwartet hatte. Alles hatte seinen Platz, war exakt so arrangiert, dass Reichtum und Opulenz unterstrichen wurden, und all seine Gemälde, Skulpturen und Möbel stellten klar, dass er nicht bei Aldi einkaufen ging. Es war ein luxuriöses, elegantes Apartment mit Blick auf den Central Park, um all das noch zu toppen. Leider hatte es keinerlei Persönlichkeit.

Bei näherer Untersuchung fand ich zwei antike Kleiderschränke, die ich total bewunderte. Ob die vielleicht von IKEA waren?

Ich wollte ihn fragen, aber als ich auf sein Gesicht hinuntersah, das sich gerade zwischen meinen Beinen befand, dachte ich mir, dass jetzt kein guter Zeitpunkt war, über Möbel zu sprechen.

Okay, ich gebe es zu. Ich befinde mich in Barrons Schlafzimmer und er versucht sich in diesem Moment an Oralsex. Und ehrlich gesagt ist es furchtbar. Dass ich an Inneneinrichtungen denke, zeigt das recht deutlich.

„Fühlt sich das gut an, Harlow?", stöhnte er an meine Haut.

Ich biss mir auf die Zunge, um nicht etwas zu sagen wie:Bitte hör auf. Ich glaube, du machst meine Vagina traurig.

Ich stöhnte und gab mein Bestes, um Lust zu faken. Ein kleines Seufzen. Ein wohlplatziertes Nach-Luft-Schnappen.

„Gott, du schmeckst so gut."

Oh fuck, autsch. Hatte er einen Dolch an der Zungenspitze?

Ich konnte das nicht länger aushalten. Ich hatte Oralsex immer gemocht, aber heilige Scheiße, meine Vagina konnte nicht mehr ertragen, was er da mit seiner Zunge veranstaltete. Ich befürchtete, sie könnte ein Trauma davontragen, falls ich diesen Kerl weitermachen ließe. Gab es Therapiestunden und Antidepressiva für Pussys?

Eventuell würde es besser, wenn wir das Vorspiel wegließen und gleich zum Beischlaf übergingen.

So manche Frau hätte jetzt vielleicht aufgegeben, aber nur wegen Sex hatte ich das Dinner ausgehalten und mich am langweiligsten Small Talk der Menschheitsgeschichte beteiligt.

Himmel, ich würde verdammt noch mal einen Funken Lust aus dieser Verabredung herausholen, und wenn es bedeutete, seinen Penis als Geisel zu nehmen und das Ficken selbst zu übernehmen.

„Fick mich, Barron", wisperte ich in der Hoffnung, den traurigen Sexzug zu einem unzüchtigeren Ort umzuleiten.

Er sah zu mir auf und hatte ein Glimmen in den Augen.

Ja, weiter so, Harlow. Das könnte funktionieren ...

„Bitte, Barron, fick mich jetzt", sagte ich noch einmal. Sofort wurde er aktiv. Der Mann war auf einer Mission, als er schnell seine Hosen auszog und einen hübsch geformten und recht großen Penis offenbarte. Gott sei Dank! Und nach dem weltschnellsten Überziehen eines Kondoms begab er sich zwischen meine Beine und glitt in mich.

Okay, das war besser ...

Ein Stoß. Zwei Stöße. Nach drei weiteren fing es tatsächlich an, mir zu gefallen. Himmel, ich dachte sogar, dass die Sache den ganzen banalen Abend wert gewesen war. Sein Mund war nicht wie sein Penis, das war schon mal sicher. Seine Konversations- und Oralfähigkeiten waren im Vergleich zu dem, was er beim Sex alles konnte, suboptimal.

„Dreh dich um", drängte er zwischen keuchenden Atemzügen. „Ich will deinen perfekten Hintern sehen, Baby."

Baby. Himmel, ich hasste es, wenn Kerle mich Baby nannten. Aber okay, zumindest ging das hier in die richtige Richtung.

Nicht die Konzentration verlieren, Harlow.

Barron ließ mir keine Zeit, mich selbst umzudrehen. Er ergriff meine Hüften und warf mich auf den Bauch. Leider war er nicht gut darin, seinen Weg zu finden, und schubste und drückte sich in mich hinein, fiel auf mir zusammen und zerquetschte mich mit seinem ganzen Gewicht. Sein Brustkorb traf hart auf meinen Rücken und katapultierte meinen Körper hoch. Ich knallte mit der Stirn und einem lauten Geräusch an das Kopfteil seines gigantischen Kingsize-Bettes. Sofort verschwamm meine Sicht und ein spitzer Schmerz jagte hinter den Augen durch meinen Kopf.

„Heilige Scheiße!", jaulte ich und presste eine Hand an meine Stirn. Heiß glühte der Schmerz an der Stelle und war so intensiv, dass ich Probleme mit der Atmung hatte. „Jesus, Maria und Josef! Was sollte das?" „Oh mein Gott", sagte er hinter mir. Schock schwang in seiner Stimme mit. „Es tut mir so leid, Harlow. Oh Gott, ist alles in Ordnung?"

Ich nahm die Hand von der Stirn und murmelte irgendetwas Unzusammenhängendes darüber, dass er mich erst verstümmelte und dann fragte, ob alles in Ordnung sei – und stellte fest, dass dem nicht so war. Helles Blut bedeckte meine Hand, und bei meiner Kopfbewegung sickerte es auf das edle Seidenkissen. Was auch immer mit meiner Stirn passiert war, während Barron seine Leidenschaft für meinen Hintern ausgelebt hatte, auf jeden Fall war der Schaden angerichtet. Ich wandte ihm mein Gesicht zu.

„Oh, fuck", murmelte er, als er die Verletzung sah. „Das ist eine ganz schön große Wunde, Harlow."

Ach echt?

„Könntest du mir ein Handtuch holen, damit ich nicht dein Bett vollblute?" Obwohl es dafür ohnehin bereits zu spät war ...

„Scheiße, entschuldige", murmelte er, sprang aus dem Bett, und sein nun weicher Penis flatterte im Wind, als er ins Bad joggte.

Ich seufzte laut. Das war wirklich der schlimmste Abend, den ich je erlebt hatte. Er verdiente einen dieser Internetartikel über fürchterliche Erlebnisse beim ersten Date.

Keine Minute später drückte Barron ein Handtuch an meine Stirn und betrachtete besorgt mein Gesicht. Schön, dass er sich wenigstens Sorgen machte.

„Danke", sagte ich.

Er verzog das Gesicht. „Gott, das tut mir furchtbar leid."

„Schon gut."

Natürlich war es nicht gut, aber was sollte ich sagen? Ja, es sollte dir leidtun. Du bist unfähig beim Oralsex, und beim Ficken bringst du es fertig, mich gegen dieses Kopfteil zu schlagen, das zufällig aus Glaskristallen besteht.

Wieso zum Geier hatte er so ein Kopfteil? Ich hatte Glück, kein Auge verloren zu haben. Ich erhob mich und ging ins Bad, um mir die Wunde selbst anzusehen, und Barron folgte mir nicht. Ich sah zurück zu ihm und beobachtete, wie er das blutige Kissen berührte, entsetzt seine verschmierten Finger betrachtete und dann in der Mitte seines plüschigen Bettes in Ohnmacht sank.

Meine Güte!

Ich schüttelte abgestoßen den Kopf, hielt aber sofort inne. Schwindel verankerte sich in der Mitte meines Schädels, breitete sich aus und drohte, mir das Bewusstsein zu nehmen wie dem Idioten in seinem Bett, wenn ich nicht aufpasste. Ich blickte in den Spiegel und stellte fest, dass die gut sichtbare und immer noch blutende Wunde auf meiner Stirn anschwoll. Das musste genäht werden.

Dabei hatte ich doch nur einen Penis gewollt. Und jetzt musste ich allein in die Notaufnahme fahren. Auf keinen Fall würde ich Minnie Mouse da drin aufwecken, damit er mitkam.

Jesus. Vielleicht wurde es Zeit, einem Nonnenkloster beizutreten.

CHAPTER 2

Scott

„Yo, Scott!" Justin, einer der Pfleger, begrüßte mich mit einem High-Five-Handschlag.

Es war Schichtwechsel und die Dinge in New York City wurden verdammt interessant.

In zehn Jahren als Arzt und dreieinhalb Jahren als Chef der Notaufnahme im St. Luke's Hospital hatte ich alle Verletzungen gesehen, die sich ein kranker Geist ausdenken könnte, und noch mehr.

Von Stichwunden und Schusswunden über Überfall-Verletzungen bis hin zu gebrochenen Kniescheiben vom Hinfallen auf überfüllten Gehwegen und Sexspielzeugen tief in weiblichen Genitalien – die medizinischen Fälle in einer Notaufnahme kannten keine Grenzen.

Glücklicherweise kannte auch ich kaum welche. Während die Arbeit an sich das Wichtigste an meinem Beruf war – und zwar immer –, bedeutete das nicht, dass ich dabei keinen Spaß haben durfte.

Die meisten Ärzte nutzten ihre Position als Abteilungschefarzt, um sich vor Nachtschichten zu drücken, aber ich tat das nicht. Nachts traf man die interessantesten Menschen, wurde mit den seltsamsten Fällen konfrontiert, und außerdem war ich schon immer eine Nachteule. Ich schob Nachtschichten, so oft ich konnte.

„Neuer Tag, neues Glück", rief ich Justin hinterher, als ich die Tür zum Umkleideraum öffnete.

(Continues…)


Excerpted from "The Doctor Is In!: Dr. Womanizer"
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