Von der Revolution zum Neuen Menschen: Das politische Imaginare in Mitteleuropa 1918/19: Philosophie, Humanwissenschaften und Literatur

Von der Revolution zum Neuen Menschen: Das politische Imaginare in Mitteleuropa 1918/19: Philosophie, Humanwissenschaften und Literatur

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Overview

Das Ende des Ersten Weltkriegs, der Untergang der Monarchien und die Revolution bedeuteten nicht nur den Zusammenbruch von Recht und Ordnung: Die Zasur von 1918/19 war im mitteleuropaischen Kontext auch ein symbolischer Kollaps der uberlieferten Ordnungsbegriffe und Sinngebungen, der zur Neuorientierung herausforderte. Es war die Forderung der Stunde, den Menschen auszurusten fur eine veranderte Wirklichkeit - und zwar in physischer, psychischer und moralischer Hinsicht. In Kunst und Literatur wie auch in Wissenschaft und Politik - auf ganz unterschiedlichen Gebieten also - begann eine Suchbewegung nach dem Neuen Menschen. Als Kreuzungspunkt konkurrierender Imaginationen avancierte er zum Zentraltopos des Auf- und Umbruchs in Gesellschaft und Politik. Die Spannbreite reicht dabei von Ideen der politischen Romantik, des Pazifismus, der sozialreformerischen Biopolitik und dem Ratekommunismus bis hin zum Liberalismus. Die Autorinnen und Autoren zeigen mit ihren Beitragen, wie heterogen die Vorstellungen waren, die um diese Menschenerneuerung kreisten, fragen nach ihrer Bedeutung fur die Revolutionen in Mitteleuropa von 1918/19 und loten neue Forschungsperspektiven aus.

Product Details

ISBN-13: 9783515121293
Publisher: Franz Steiner Verlag
Publication date: 08/14/2018
Series: Weimarer Schriften zur Republik Series , #5
Pages: 347
Product dimensions: 6.65(w) x 9.45(h) x (d)

About the Author

Albert Dikovich ist Kollegiat am DFG-Graduiertenkolleg "Das Reale in der Kultur der Moderne" an der Universitat Konstanz und Doktorand der Philosophie an der Universitat Wien. In seinem Dissertationsprojekt behandelt er die Rolle der deutschen Philosophie fur das politische Imaginare in Mitteleuropa zur Umbruchszeit von 1918/19. Alexander Wierzock ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und Doktorand der Geschichtswissenschaft an der Humboldt-Universitat zu Berlin. Arbeitsschwerpunkte: Biografik, Ideen- und Wissenschaftsgeschichte.

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