The Hardest Fall

The Hardest Fall

by Ella Maise, Nina Bader

NOOK Book1. Auflage (eBook - 1. Auflage)

$5.99

Available on Compatible NOOK Devices and the free NOOK Apps.
WANT A NOOK?  Explore Now
LEND ME® See Details

Overview

Wenn man normalerweise das erste Mal jemanden trifft, schaut man ihm in die Augen. Und nicht in Regionen deutlich weiter südlich. Vielleicht schafft man es auch ein bis zwei zusammenhängende Sätze auszusprechen. Normalerweise. Aber nicht ich. Als ich Dylan Reed das erste Mal getroffen habe, habe ich mich hemmungslos blamiert. Als ich ihn das zweite Mal getroffen habe leider auch. Schlimmer konnte es nicht werden. Dachte ich. Denn auf einmal ist der Wide Receiver mit einer guten Aussicht auf die NFL mein neuer Mitbewohner und auf dem besten Weg mein bester Freund zu werden. Er sagt, er mag meine Eigenarten, meine Vorliebe für Pizza und Filmabende. Wir sind Freunde und ich kann ihm nicht mal sagen, dass mein Herz jedes mal zu einem Sprint ansetzt, wenn ich ihn sehe. Mein Name ist Zoe und ich bin auf dem besten Weg mich zu verlieben. Wir uns ineinander zu verlieben. Viel zu schnell und viel zu heftig. 

Product Details

ISBN-13: 9783958183490
Publisher: Forever
Publication date: 12/03/2018
Sold by: Bookwire
Format: NOOK Book
Pages: 400
Sales rank: 556,326
File size: 3 MB

About the Author

Ella Maise ist Washington Post sowie internationale Bestsellerautorin von vier Büchern, darunter The Hardest Fall. Sie liebt es über witzige und starke Figuren mit dem gewissen Etwas zu schreiben genauso wie sie es liebt über solche zu lesen. Wenn sie es schafft mit ihren Worten einen Menschen zum Lachen zu bringen, hat sie ihren Job gut gemacht.

Read an Excerpt

CHAPTER 1

Dylan

Als Zoe Clarke mich zum ersten Mal sah, umschloss meine Hand gerade mein bestes Stück.

Bedauerlicherweise holte ich mir keinen runter. Wäre das der Fall gewesen, hätte sie es vielleicht sexy gefunden – wobei die Betonung auf vielleicht liegt, da so was nicht jede Frau antörnt, ganz zu schweigen davon, dass es megapeinlich gewesen wäre, auf einer Party auf dem Klo beim Onanieren erwischt zu werden.

Ich wünschte, ich könnte euch etwas erzählen, was ihr gern hören würdet, irgendetwas Aufregendes, zum Beispiel, dass es sich um Liebe auf den ersten Blick statt einer unerwarteten und grenzwertigen Schwanzbegutachtung bei irgendeiner Collegeparty gehandelt hatte. Oder um eine romantische Begegnung – so, als wären wir zusammengestoßen, als wir auf dem Weg zum Unterricht über den Campus rannten, ihr die Bücher aus der Hand gefallen wäre und ich auf ein Knie gesunken wäre, um sie ihr aufzuheben. Und als dann unsere Köpfe gegeneinanderprallten, sahen wir uns in die Augen, und der Rest war Geschichte.

Ich glaube, ihr versteht, was ich meine ... etwas in der Art einer schmalzigen Filmszene, aber ... nein, so war es ganz und gar nicht. Ich weiß, dass das kitschig klingt, denn es würde jedes Mal, wenn wir den Leuten von unserem unvergesslichen ersten Zusammentreffen erzählen, die Herzen zum Schmelzen bringen, aber noch einmal – so war es nicht. Im Gegenteil, wie ich anfangs schon sagte, als mein Blick zum ersten Mal auf Zoe Clarke und ihrer auf meinem Schwanz landete, stand ich in einer Toilette, war gerade beim Pinkeln und unterhielt mich dabei mit meinem Freund.

»Und warum wolltest du mir partout beim Pinkeln zugucken?«, fragte ich JP in dem erfolglosen Versuch, zu begreifen, warum ich einen Zuschauer hatte.

Sein Mundwinkel hob sich träge, und sein Blick wanderte nach unten, als ich meinen Reißverschluss aufzog. »Von den Dingern sehe ich genug in der Umkleidekabine, Mann – vermissen tue ich sie nicht. Ich habe dir gerade von Isaac erzählt, und du warst derjenige, der nicht einhalten konnte, bis ich fertig bin.« Ich sah ihn von der Seite an, was er ignorierte, und er fuhr fort: »Mann, du hättest dabei sein sollen. So wie der Trainer ihn fertiggemacht hat, nachdem ihr Jungs weg wart – ich bin nicht sicher, ob er zum nächsten Training wiederkommt. Verdammt, ich bin nicht sicher, ob ich wiederkommen will, und ich hab keine Scheiße gebaut.« Er verstummte einen Moment. »Willst du einen Fünfziger darauf wetten? Glaubst du, er lässt sich blicken?«

Ich schielte zu JP, der sich mit geschlossenen Augen und zur Decke gerichtetem Gesicht gegen die Wand lehnte und vollkommen harmlos und entspannt wirkte. Nur dass JP normalerweise nie harmlos war – nicht auf dem Spielfeld und ganz bestimmt nicht auf einer Party.

So hart, wie der Trainer uns in der letzten Zeit auf dem Feld rangenommen hatte, wollte sich wohl keiner von den Jungs dort blicken lassen, zumindest nicht die, die bei klarem Verstand waren. Aber wenn man vom Spiel besessen genug war, nahm man alles so, wie es kam, um dahin zu gelangen, wo man eines Tages sein wollte. Anders ausgedrückt: Geh aufs Ganze, oder geh nach Hause. Lass immer das Tier in dir raus.

»Keine Wetten. Wenn er es wirklich will, wird er da sein.«

Gerade als die Worte heraus waren, hörten wir, wie jemand die Tür aufriss und wieder zuschlug. Einen Augenblick lang übertönten die dröhnende Musik und das Stimmengewirr von der Party unten alles andere. Klar, dass jemand plötzlich hereinplatzte, war kein Grund, einen Schreck zu bekommen, da es idiotisch wäre, auf einer Collegeparty irgendeine Art von Privatsphäre zu erwarten. Aber als ich über meine Schulter blickte, um festzustellen, wer da nicht die Geduld aufbrachte, ein paar Minuten zu warten, sah ich, dass sich ein Mädchen an der Tür festklammerte, und musste zwei Mal hinschauen.

»Bleib cool. Ganz cool. Da ist nichts dabei. Alles easy. Ich werde nie wieder versuchen, neue Freunde zu finden. Du kannst das. Mach einfach die Augen auf, und dreh dich um, verdammt.«

Die Brünette kehrte uns noch immer den Rücken zu und lehnte den Kopf gegen die Tür, während sie vor sich hinmurmelte.

JP und ich sahen uns wie erstarrt an, dann zuckte er mit den Achseln, und ich beobachtete, wie seine Lippen sich zu einem langsamen, anzüglichen Lächeln verzogen. Er sah aus, als hätte er gerade ein funkelnagelneues Spielzeug bekommen. Immer noch mit diesem ganz besonderen Lächeln im Gesicht hob er das Kinn in meine Richtung, stieß sich von der Wand ab und steuerte auf das bedauernswerte Mädchen zu.

»Du kannst alles tun, wonach dir der Sinn steht, Baby«, sagte er, womit er es schaffte, sie endgültig zu verschrecken.

Als JP sie ansprach, hörte sie mit dem Gemurmel auf, fuhr zu uns herum und lieferte uns eine verdammt gute Imitation eines im Scheinwerferlicht gefangenen Rehs.

»Ich ...«

»Du ...«, konterte JP, als sonst nichts mehr aus ihrem Mund kam.

Als ich mich anschickte, meinen Schwanz wieder in meiner Hose zu verstauen, schoss ihr Blick ein paar Mal zwischen JP und mir hin und her, als würde sie sich plötzlich auf dem Mond wiederfinden, ohne sich erinnern zu können, wie sie da hinaufgekommen war. Dann wanderten ihre Augen zu meiner Hand hinunter – die immer noch meinen Schwanz festhielt. Ihr Blick flog direkt wieder zu meinem Gesicht hoch und schweifte dann erneut zu meiner Hand.

Ich sah ihr an, dass sie gegen ein Grinsen ankämpfte, weil ihre Lippen zuckten. »Scheiße! Oh ...das ist ein ... Penis ... dein Penis. Scheiße.« Ihre Stimme war selbst über die jetzt gedämpfte Musik kaum zu vernehmen, als sie ihr kleines Starrspielchen ein paar Mal wiederholte und die Farbe dabei aus ihrem ohnehin schon blassen Gesicht wich.

»Hast du was dagegen?« Mich amüsierte es, wie ihre Augen immer größer wurden.

»Ich wollte nicht ...«, begann sie und schloss dann den Mund, als sich unsere Blicke kreuzten. »Dein Penis ... ich wollte nicht ... dein Penis? Ich habe gerade deinen Penis gesehen? Ich sehe ihn immer noch. Ich schaue ihn direkt an, und er ist genau ...«

Ich fing JPs belustigten Blick auf und schaute dann wieder zu dem Mädchen hinüber. »Erzähl mir nicht, dass du so etwas zum ersten Mal siehst.« Ich drehte mich um, sodass ich den Reißverschluss wieder hochziehen und der Unbekannten einen totalen Zusammenbruch ersparen konnte.

Hinter mir ertönten ein lautes Stöhnen und dann ein dumpfes Geräusch, das ganz so klang, als würde jemand mehrmals die Stirn gegen eine Tür schlagen. Es entlockte mir ein Lächeln.

»Ich habe dich hier noch nie gesehen. Erstsemester, nehme ich an? Du bist wirklich faszinierend, kleiner Freshman. Bin ich jetzt an der Reihe?«, fragte JP in die Stille hinein. »Wenn dich der Schwengel von meinem Freund schon so zum Stottern bringt, dann bin ich auf deine Reaktion gespannt, wenn du meinen zu Gesicht bekommst. Nur zur Info: Meiner ist ein entschieden schönerer Anblick – und außerdem auch noch größer – und wenn du ihn mal probieren willst ...« Das Stöhnen wurde lauter, glich jetzt mehr einem Knurren. »Wag es nicht, diesen Satz zu beenden!« Ich lachte.

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass JP nicht gerade der charmanteste Typ auf Gottes Erdboden war, aber anscheinend war das Collegestudentinnen völlig egal. Er gehörte zu den Männern, auf die die Frauen flogen, egal was er sagte oder tat. Verglichen mit ihm war ich das genaue Gegenteil – ich tat mein Bestes, um mich von Frauen nicht ablenken zu lassen. Er konnte den größten Scheiß von sich geben, und sie hingen trotzdem an seinen Lippen. Er konnte zu ihnen sagen: Spring, und sie fragten: In welches Bett? Dass er ein grandioser Runningback war, minderte seine Chancen auf regelmäßige Nummern auch nicht gerade.

Versteht mich nicht falsch, ich konnte mich über einen Mangel an Frauen, die nach meiner Aufmerksamkeit lechzten, auch nicht beklagen, aber ich hatte schon früh – so um meine Kindergartenzeit herum – herausgefunden, dass ich eher der Typ für nur eine Frau war. Interessanterweise schien auch das auf Frauen unwiderstehlich zu wirken. Glaubt mir, ich bin alles andere als eitel oder eingebildet, aber es scheint im Leben nun mal einfach so zu laufen, wenn man Footballspieler mit der Aussicht auf eine Profikarriere ist. Mit meinem Aussehen hat das wenig zu tun; wenn ich ehrlich bin, ist Chris, unser Stammquarterback, der hübsche Junge in unserem Team, nicht ich.

Footballspieler – wir sind ein gefundenes Fressen für Collegemädchen.

Ich drehte den Wasserhahn auf, um mir die Hände zu waschen, und spähte zu der Frau, weil ich ihre Reaktion mitbekommen wollte. Sie drehte uns immer noch den Rücken zu, schlug aber wenigstens nicht mehr mit dem Kopf gegen die Tür. Wenn JP jetzt Ernst machen und seinen Schwanz zu Vergleichszwecken rausholen wollte, dann war ich weg. Frauen mittels einer Schwanzparade mit meinen Teamkameraden zu beeindrucken, da hörte bei mir die Freundschaft auf.

JP grinste mich kurz an, zwinkerte, verschränkte die Hände hinter dem Rücken und beugte sich zu ihrem Ohr. »Buuhh!«

Sie zuckte zusammen, drehte sich um, sah ihn an und trat einen Schritt zurück, als ihr bewusst wurde, dass er entschieden näher bei ihr stand als noch vor ein paar Sekunden.

»Danke für das Angebot, aber ich möchte überhaupt keine Schwänze sehen«, stellte sie klar und begann dann vor ihm zurückzuweichen, als mein Freund sich an seine neue Beute heranpirschte.

»Ah, aber meiner würde dir bestimmt gefallen.« Da ich nichts fand, womit ich mir die Hände abtrocknen konnte, wischte ich sie an meinen Jeans ab, während ich ihr merkwürdiges Wechselspiel verfolgte – bis ihr Rücken gegen meine Brust prallte und sie einen Quieklaut ausstieß.

»Das ist mein Stichwort.« Ich blickte nach unten und sah, dass sie den Kopf in den Nacken gelegt hatte und mich forschend musterte. Selbst aus dieser Nähe war es schwierig, die Farbe ihrer Augen zu bestimmen. Vielleicht Grün mit haselnussbraunen Flecken um die Pupillenränder herum.

Als ich merkte, dass ich ihr in die Augen starrte, und dabei sah, dass sie fast schon in Panik geraten war, runzelte ich die Stirn, trat zurück und blickte JP vielsagend an. »Lass es gut sein, Mann. Komm, verschwinden wir hier.« Doch ehe ich mich abwenden konnte, vertrat sie mir den Weg, packte meinen Arm und hielt ihn fest.

»Nein – du kannst jetzt nicht gehen«, platzte sie sowohl zu JPs als auch meiner Überraschung heraus. »Ich bin ja deinetwegen hier.«

Ich zog die Brauen hoch und warf JP einen verwirrten Blick zu. Er zuckte nur mit den Schultern. Auf seinem Gesicht lag immer noch dieses Ich bin so fasziniert von dir-Lächeln, während er ungeniert ihr Hinterteil betrachtete.

»Ich meine, ich bin nicht deinetwegen hier«, erklärte die Frau, was meine Augen wieder auf sie lenkte. »Aber ich bin deinetwegen hier hereingekommen.« Sie blinzelte leicht, dabei zog sich ihre Nase kraus. »Weißt du, was ich meine? Wahrscheinlich nicht. Ich bin dir hier hereingefolgt, weil ich dich dringend etwas fragen muss.« Ihre Stimme wurde schrill vor Nervosität, aber sie redete trotzdem weiter. »Als ich gesagt habe, ich wäre dir hier reingefolgt, habe ich damit nicht gemeint, dass ich dich stalke oder so was, weil das wirklich krass wäre. Ich kenne dich ja nicht mal, richtig?« Sie lachte unsicher auf, tätschelte ungeschickt meinen Arm und schien dann zu registrieren, dass sie mich tatsächlich berührte. Sofort riss sie die Hand weg und schob sie hinter sich, während sie gleichzeitig zurückwich »Nicht, dass ich dich stalken würde, wenn ich dich kennen würde, aber darum geht es jetzt gar nicht. Ich muss nur ... ich muss dich echt dringend etwas fragen, bevor ich mich da draußen zum Narren mache, und ich dachte, das tue ich am besten, wenn du alleine bist ... und ich dachte, du wärst allein hier drin, und ...«

Ich verstand kein Wort von dem, was sie sagte, aber ehe ich antworten konnte, mischte sich JP ein. »Du schickst mich also weg, hm? Und ich dachte, zwischen uns wäre es etwas ganz Besonderes.«

Sie sah ihn über ihre Schulter hinweg an. »Sorry. Ich habe dich nicht mit hier reingehen sehen, und mir war außerdem nicht klar, dass das das Klo ist. Hätte ich dich gesehen, hätte ich draußen gewartet. Ich hatte keine Ahnung, dass Typen auch gerne gemeinsam zum Klo gehen. Es ist niedlich, dass ihr das tut.« Ihre Augen hefteten sich eine Sekunde lang auf mich, bevor sie rasch zur Seite blickte und sich wieder an JP wandte. »Es dauert nur eine Minute, ehrlich, und dann kannst du wiederkommen und ihn ganz für dich allein haben.«

Er musterte sie mit hochgezogenen Brauen, verhielt sich aber ansonsten ruhig.

Sie schaute zu mir, und was immer sie in meinem Gesicht las, ließ sie wieder zusammenzucken. »Sorry, das klang übel, nicht? Nicht dass es schlimm oder so was ist, schwul zu sein, aber ich hätte das nicht einfach voraussetzen sollen. Mein Freund ist schwul, und ich weiß, wie nervig das ist, wenn die Leute die dämlichsten Sachen sagen, und wie sehr er das ...«

JP lachte und schüttelte den Kopf. »Du solltest aufhören, solange du noch vorne liegst, Frau. Mein Angebot steht noch, falls du dich auf die Suche nach mir machen willst, wenn du mit meinem Kumpel hier fertig bist.«

Danach öffnete er die Tür und ließ mich mit ihr alleine. Ich verschränkte die Arme vor der Brust und ließ mich gegen das Waschbecken sinken.

Sie drehte sich wieder zu mir, stieß vernehmlich den Atem aus und lächelte nervös. »Das war schlimm, oder?«

»Alles oder nur der letzte Teil?« Ich konnte nicht anders, ich lächelte unwillkürlich zurück. Ich hatte schon erlebt, dass Frauen die verrücktesten Sachen machten, um in mein Bett zu kommen, aber ich glaubte nicht, dass so etwas gerade hier ablief.

Sie verzog das Gesicht, schüttelte den Kopf und blickte zu Boden. »Ich habe einfach angenommen, das wäre dein Zimmer und du wärst allein, und als ich hereinkam, hattest du deinen ... ähmm ... und dann war er mit dir hier drin ...« Sie sah mich an und dann schnell wieder weg. »Und dein ... Ding war draußen, und von da an ging alles den Bach runter.«

Yeah, sie war nicht der Typ, der Jagd auf Footballspieler machte.

Ein weiteres nervöses Lachen, und sie wich vor mir Richtung Tür zurück.

»Deswegen tut es mir leid. Und ... danke?«

Mein Lächeln wurde breiter. »Wofür?«

Sie rieb die Hände an ihren Jeans, schüttelte den Kopf und wirkte einfach nur kläglich und verzagt, als sie überall hinschaute, nur nicht zu mir.

»Zu diesem Zeitpunkt? Wenn ich ehrlich sein soll, weiß ich das wirklich nicht. Danke, dass du mit mir redest? Mich nicht rausschmeißt? Mich deinen Penis sehen lässt?« Ihre Augen schlossen sich wie von selbst, sie schüttelte noch einmal den Kopf, trat ein paar weitere Schritte zurück, hob die Hände, drehte die Handflächen nach außen und hielt inne, als sie rücklings gegen die Tür stieß. »So habe ich das nicht gemeint – ich habe nicht versucht, deinen Penis oder irgendwas in der Art zu sehen. Ich sagte ja, ich wusste nicht mal, dass das hier das Klo ist. Ich meine, ich nehme an, das war nicht dein bester Moment, also warum sollte ich ...«, ihre Hand deutete auf meine Leistengegend, » ... deinen ... das sehen wollen, aber es sah aus, als wäre deiner von Natur aus ein Hingucker, ohne dass du ... Hand anlegen musst, deshalb ... Glückwunsch? Sicher legst du keinen Wert darauf, dass dir eine Fremde zu so was gratuliert, aber du bist Footballspieler, also stehst du vielleicht auf Komplimente?«

Ein paar Sekunden lang herrschte Schweigen zwischen uns, und ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Jetzt, wo mein Schwanz wieder in meiner Hose steckte und JP nicht mehr da war und sie anbaggern konnte, betrachtete ich sie eingehender: glattes braunes Haar, das ihr Gesicht umrahmte und ihr bis über die Schultern reichte, blasse Haut, große Rehaugen, die irgendwo zwischen Haselnussbraun und Grün schimmerten – ich konnte mich immer noch nicht festlegen –, eine etwas üppigere Unterlippe, leicht gerötete Wangen, die ich auf Verlegenheit zurückführte. Und dann gab es noch anderes, wie zum Beispiel ihre C-Cup-Oberweite, die sich alle Mühe gab, ihr enges T-Shirt zu sprengen – schließlich hatte ich ja Augen im Kopf –, ihre Sanduhrfigur und verdammt tolle Beine – nicht zu dünn, nicht zu dick, genau richtig für meinen Geschmack.

Ich achtete darauf, nur in ihre Augen und nirgendwo sonst hinzublicken, als ich mit der Hand über mein kurzes Haar strich. Angesichts der Richtung, in die sich meine Gedanken bewegten, hielt ich es nicht für klug, noch mehr Zeit mit ihr in einem Badezimmer zu verbringen. »Du erinnerst mich an meine Schwester«, sagte ich aus heiterem Himmel und schockierte uns damit beide. »Du bist ein bisschen schüchtern, oder?« Sie erinnerte mich wirklich an Amelia. Wenn sie nervös war, redete sie ebenfalls ohne Punkt und Komma und auch viel dummes Zeug. Obwohl sie wusste, dass sie herumfaselte, konnte sie nicht damit aufhören. Schüchternheit war die einzige nachvollziehbare Antwort darauf.

(Continues…)


Excerpted from "The Hardest Fall"
by .
Copyright © 2018 Ella Maise.
Excerpted by permission of Ullstein Buchverlage.
All rights reserved. No part of this excerpt may be reproduced or reprinted without permission in writing from the publisher.
Excerpts are provided by Dial-A-Book Inc. solely for the personal use of visitors to this web site.

Customer Reviews